Wenn es Zuhause brennt, liegen die Nerven blank. Doch viel Zeit sich Gedanken zu machen, was nun zu tun ist, hat man nicht. Denn: Bei Bränden ist in der Regel nicht das Feuer die größte Gefahr, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge giftigen Brandrauchs können laut Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), tödlich sein.
Es geht also darum, möglichst schnell weg vom Brand und vom Rauch zu kommen. „Wenn der Rauchmelder warnt, bleiben einem nur 120 Sekunden“, so Schreck. „Wer dann weiß, was zu tun ist, erhöht die Überlebenschancen entscheidend.“
Was also sollte man tun?
Und es gibt noch ein paar Dinge, die man auf jeden Fall lassen sollte, wenn es brennt. Eitel sein etwa. Gehen Sie notfalls im Schlafanzug nach draußen, rät das Forum Brandrauchprävention. Und: Flüchten Sie nicht nach oben. Der Rauch zieht im Treppenhaus nach oben und kann Ihnen den Rückweg abschneiden. Aus oberen Stockwerken ist die Rettung zudem häufig komplizierter.
Auch wenn Sie etwas in Ihren Augen Wichtiges vergessen haben, sollten Sie nie ohne Genehmigung der Einsatzkräfte in Ihre Wohnung zurückkehren. Der Brand könnte sich in der Zwischenzeit weiter ausgebreitet haben. Und das bedeutet unter Umständen: Lebensgefahr.
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