Acht Sorten Minimum: Diese Familie aus Beyerberg backt besonders fleißig | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.12.2024 14:00

Acht Sorten Minimum: Diese Familie aus Beyerberg backt besonders fleißig

Gute Teamarbeit: Marga Blank (rechts) und ihre Tochter Franziska verbinden schöne Erinnerungen und gemeinschaftliches Miteinander mit dem Plätzchenbacken. (Foto: Silvia Schäfer)
Gute Teamarbeit: Marga Blank (rechts) und ihre Tochter Franziska verbinden schöne Erinnerungen und gemeinschaftliches Miteinander mit dem Plätzchenbacken. (Foto: Silvia Schäfer)
Gute Teamarbeit: Marga Blank (rechts) und ihre Tochter Franziska verbinden schöne Erinnerungen und gemeinschaftliches Miteinander mit dem Plätzchenbacken. (Foto: Silvia Schäfer)

Weihnachten ohne selbst gebackene Plätzchen ist für die Großfamilie Blank in Beyerberg bei Ehingen im Landkreis Ansbach unvorstellbar. Die Tradition wird über Generationen gepflegt.

Rechtzeitig vor dem ersten Advent werden die Rezepte hervorgeholt und das Backen beginnt. „In der Vorweihnachtszeit schmecken die Plätzchen am besten“, sind sich Marga Blank und Tochter Franziska einig. Spätestens an Neujahr sind alle genascht. Wenn sie allzu schnell weg sind, wird nachgebacken.

Die doppelte Menge von Mandelsternen

Sieben oder acht Sorten müssen es mindestens sein, damit für jedes Familienmitglied der Favorit dabei ist: für Mutter, Schwiegermutter, Oma, Opa, vier erwachsene Kinder, sechs Enkelkinder, das siebte ist unterwegs. Die Mandelsterne sind die Lieblingsplätzchen von allen. Da wird von vornherein immer gleich die doppelte Menge gemacht.

Zum beliebten Weihnachtsgebäck der Familie gehören auch Florentiner, Zimtberge, Kokossterne, Schneeflocken, Napoleonhütchen, Wespennester und Variationen mit zartem Schmelz von Nougat und schokoladigem Überzug: Nougatbusserl, Nougattaler, Nougatstangen. Nutella ist der Favorit als süße Zutat für die Naschwerke. Auch Kokos sorgt für einen feinen Geschmack. Lediglich Marzipan ist tabu. Den mag die ganze Familie nicht.

Tricks gegen das Verkleben beim Ausrollen

Beim Teigausrollen mit dem Wellholz hilft eine Klarsichtfolie gegen Verklebungen. Es braucht dann weniger Mehl, denn allzu große Mengen können den Teig trocken und bröselig machen. Die Plätzchen schmecken auch nach Kindheit und machen Lust auf Weihnachten.

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Als die vier Kinder von Marga Blank noch klein waren, hatten die drei Mädchen und der Bub ein eigenes Auswellholz und eine kleine Auflage zum Plätzchenbacken. Der eigene Keksteig klebte nicht und durfte auch genascht werden, weil er ohne Ei oder Backpulver auskam.

Verzichten ist keine Option

Inzwischen hilft mit der zwölfjährigen Enkelin Luise schon die nächste Generation beim Ausstechen und Verzieren der Plätzchen mit. Die Jungs lieben es, vor allem den Teig und das fertige Gebäck zu naschen. Die feinen Leckereien zergehen auf der Zunge.

Das Plätzchenbacken wird in der Familie gepflegt, Trotz der vielen Arbeit. Aber darauf verzichten? „Auf keinen Fall“, lautet die eindeutige Botschaft. Das Backen im Advent bringt die Familie noch mehr zusammen als sonst.

Urlaub fürs Plätzchenbacken genommen

Heuer hat Tochter Franziska als erste mit dem Plätzchenbacken angefangen. Weil Handarbeit Zeit kostet, hat sich die Industriekauffrau Urlaub genommen, um an den Arbeitsschritten dranbleiben zu können. „Dann macht es am meisten Spaß“, sagt sie. Sie wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihren Eltern.

Marga Blank und ihr Mann sind Teil der vier Generationen, die gemeinsam unter einem Dach leben. Die 95-jährige Schwiegermutter und eine weitere Tochter mit Familie mit zwei Buben, neun und sieben Jahre alt, gehören dazu. Alle helfen zusammen, auch die dritte Tochter bäckt mit.

Der Sohn mit Familie wohnt im Schwarzwald und hat an Weihnachten Geburtstag. „Bei uns ist immer was los“, sagt Marga Blank fröhlich. Als qualifizierte Friseurmeisterin schneidet sie jedem Familienmitglied kostenlos professionell die Haare. Außerdem ist sie aktiv für den Frauenkreis und die Senioren am Ort und gehört zum Führungsteam der Landfrauengruppe in der BBV-Kreisvorstandschaft.

Auch Stollen und Braten gehören dazu

Zur Weihnachtstradition gehören bei Familie Blank auch Christstollen, Kuchen, das festliche Weihnachtsessen: mal heimische Pute, Gans, Ente, Reh, oder Fleisch von Weiderindern aus dem Bekanntenkreis beziehungsweise Schweinefleisch von der Metzgerei der Verwandtschaft in Georgensgmünd, wo Marga Blank herstammt.

Ein großer Weihnachtsbaum darf ebenfalls nicht fehlen. Er wird jedes Jahr anders geschmückt. Familienmitglieder sind an den Festtagen auch musikalisch eingespannt. Franziska und ihr Vater spielen im örtlichen Posaunenchor.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, zugleich der Stephanstag, geht’s traditionell nach Wasserzell. Dort reihen sich die Töchter und ein Enkelsohn zu Pferd in den Umritt der Stephanuskirche ein. Ein Geistlicher segnet dabei Reiter und Pferde.

Rezept von Mama

Mandelsterne

Das sind die Lieblingsplätzchen der Familie.
Die Zutaten

  • 350 g Mehl
  • ein halber Teelöffel Backpulver
  • 150 g Zucker
  • Packung Vanillezucker
  • eine Prise Salz
  • vier TL Rum
  • ein Ei
  • 150 g Butter
  • 100 g Mandeln
  • Kuvertüre
  • Kirschmarmelade
  • gehackte Mandeln.

Zubereitung: Alle Zutaten miteinander verkneten und kühl stellen. Den Teig dünn ausrollen und Sterne ausstechen. Etwa zehn bis zwölf Minuten bei 160 Grad (Umluft) backen.
Nach dem Abkühlen die Zacken der Sterne mit Schokolade bepinseln. In die Mitte einen Klecks warme Marmelade geben und mit gehackten Mandeln verzieren.

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