Das für den zweiten Spieltag angesetzte Derby in der Fußball-Kreisliga zwischen dem FC/DJK Burgoberbach und dem SV Ornbau ist geplatzt. Ornbau wird zu diesem Spiel nicht antreten.
Dass die Partie nicht stattfindet, bedauern beide Seiten, sehen sich aber Zwängen ausgesetzt, die nun zu dieser ungewöhnlichen Spielabsage führen. Tabellenführer Burgoberbach bekommt die Punkte geschenkt, verliert aber Einnahmen. „Das ist eigentlich unser einziges richtiges Derby, aus finanzieller Sicht hätten wir das schon gerne mitgenommen“, sagt FC/DJK-Spielleiter Christian Ramold.
Burgoberbach als Gastgeber hat als Spieltag den Samstag, 24. August, festgelegt. An diesem Tag allerdings heiratet ein Ornbauer Kicker, natürlich im Beisein etlicher Mitspieler. „14 Spieler unserer ersten Mannschaft stehen an diesem Tag leider nicht zur Verfügung“, berichtet Thomas Holzschuh, Abteilungsleiter beim SV Ornbau. Man habe den Burgoberbachern 14 alternative Termine vorgeschlagen, die aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden konnten.
„Da auch die Option, Spieler aus unserer zweiten Mannschaft einzusetzen nicht gegeben ist, weil diese dann für 14 Tage gesperrt wären, sehen wir uns schweren Herzens gezwungen, auf das Spiel zu verzichten“, schreibt Holzschuh in einer Stellungnahme und dass man sich gewünscht hätte „gemeinsam eine sportliche Lösung für das Derby zu finden“.
Darum haben sich auch die Burgoberbacher durchaus bemüht, so Ramold. Das Spiel zeitnah etwa auf Freitag oder Sonntag zu verlegen, sei aber nicht möglich gewesen. Die Urlaubszeit dünne den Kader dieser Tage stark aus, alle hätten bei ihren Planungen den Samstag als Spieltag vorgesehen. Eine Verlegung in den Herbst sei wegen der daraus resultierenden Doppelbelastung nicht möglich gewesen. „Wir haben versucht, einen Termin zu finden, aber es ging einfach nicht“, so Ramold, der zudem anklingen lässt, dass die Ornbauer ihre Probleme mit dem Samstagstermin gerne auch etwas früher hätten kommunizieren können. So sieht das auch FC/DJK-Abteilungsleiter Jochen Blatt.
„So eine Absage ist enorm bedauerlich, ich hätte mir schon sehr gewünscht, dass sich die beiden Vereine auf einen neuen Termin einigen“, sagt Kreisspielleiter Michael Graf.