Das Riesenrad verlässt Rothenburg: Für Wochen ragte das Fahrgeschäft als Attraktion über der Stadt 60 Meter in die Höhe. Ein Hingucker, den viele begeistert nutzten, der allerdings auch für einen massiven Disput gesorgt und einen Standortwechsel erforderlich gemacht hatte. Nun zieht der Betreiber gegenüber der FLZ Bilanz.
Nach dem Standortwechsel des Riesenrads zeigt sich Patrick Greier wenig zufrieden. Mitte April musste er vom Hasa-Areal auf den Ausweichstandort Parkplatz P1 neben der Mehrzweckhalle umziehen. Hintergrund war die Klage eines Anwohners am Hasa-Parkplatz, der den Abstand zu seinem Grundstück nicht gewahrt sah. Dem gab das Verwaltungsgericht Ansbach recht und erließ einen zeitweiligen Betriebsstopp.
Durch den erneuten Ab- und Aufbau seien der Betreiberfirma seinerzeit „erhebliche Zusatzkosten zwischen 50.000 und 100.000 Euro” entstanden, hieß es im Mai.
Nach Greiers Angaben fällt die Bilanz am Standort P1 nun deutlich schlechter aus als am vorherigen Platz. Viele Besuchende, die mit den Reisebussen anreisen, hätten wenig Zeit. Der frühere Standort habe deutlich mehr am Zentrum der Stadt gelegen und damit auch mehr Laufkundschaft angezogen. Zuletzt war das Riesenrad als Fahrgeschäft in die Rothenburger Sommermesse integriert.
Ob er im kommenden Jahr zurückkehrt, lässt Greier im Gespräch der Redaktion offen. Für ihn käme dies nur infrage, wenn sein Fahrgeschäft einen geeigneteren Stellplatz erhalte.