Das neue Jahr ist ein besonderes in Scheinfeld. Die Stadt feiert ein großes Jubiläum. 1250 Jahre ist dann die Besiedlung des Fleckens bereits urkundlich bekannt.
Schon seit Jahresanfang 2025, so berichtet Carmen Wiesinger vom städtischen Kulturamt, sind die Stadtverantwortlichen zusammen mit Vereinen, Organisatoren und interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Planen. Heraus kam ein üppiger Veranstaltungsreigen, der sich übers fast komplette Jahr erstreckt. Höhepunkt ist das große Jubiläumswochenende vom 19. bis 21. Juni.
Den offiziellen Startschuss gibt es beim alljährlichen Kulturauftakt, der diesmal in Jubiläumsauftakt umbenannt wird. Er findet am 17. Januar in der Wolfgang-Graf-Halle statt. Zum üblichen Programm gesellen sich dabei unter anderem noch eine Ausstellung und ein Film, der vor einem halben Jahrhundert bei der 1200-Jahr-Feier von einem Hobbyfilmer aufgenommen wurde.
Beim Auftakt, so kündigte Wiesinger zudem an, wird auch eine Broschüre zum Jubiläumsjahr verteilt, die einen Überblick über die zahlreichen Programmpunkte gibt. Zudem werden die größeren Events beim Jubiläumsauftakt von den Veranstaltern dem Publikum vorgestellt. Und das nächste davon, das sicherlich auch Interessierte von außerhalb Scheinfelds anlockt, ist ein Gastspiel des Windsbacher Knabenchors. Er tritt am 1. März in der Schwarzenberger Klosterkirche auf. Eintrittskarten dafür sind bereits erhältlich (beim Schreibwarengeschäft Meyer und bei der Scheinfelder Filiale der Sparkasse, die zusammen mit dem Lions-Club auch einer der Sponsoren des Konzerts ist).
Zwei Wochen später, am 15. März, wird im Rathaus das „Stadtgedächtnis”-Projekt vorgestellt. Dieses hatte der Heimat- und Kulturverein bereits 2024 begonnen. Es hält in Bild und Ton einige Erzählungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Scheinfeld früherer Tage fest. Das „Stadtgedächtnis” soll im Rathaus (im Erdgeschoss neben dem Einwohnermeldeamt) untergebracht werden.
Die Stadtkapelle Scheinfeld gibt am 25. April ein Jubiläumskonzert. Es gilt nicht allein dem Stadtjubiläum, sondern vielmehr auch dem eigenen 115-jährigen Bestehen des Ensembles. Im Mai und im Juni folgen ein Gastspiel des Comedians Michl Müller (auf Einladung der Spielvereinigung Thierberg) sowie ein Blaulicht-Tag mit der Polizei und etlichen Hilfsorganisationen; unter anderem wird es auch nostalgisch anmutende Feuerwehrgerätschaften zu sehen geben, kündigte Wiesinger an.
Das bereits erwähnte Fest am dritten Juliwochenende startet am Freitag, 19. Juni, mit einem Open-Air-Konzert von „Kellerkommando” auf dem Freibad-Gelände. Die Bamberger Band mischt Volksmusik mit Reggae, Ska und Hiphop; sie trat in der Region auch schon beim Biberttal-Festival, beim Taubertal-Festival und beim 2024 beim „Edzerdla” in Burgbernheim auf. Am Samstag, 20. Juni, zieht Mittelalter-Flair in der Altstadt und am Stadtsee ein, und am Sonntag soll neben einem „Anno-dazumal-Markt” in der Altstadt unter anderem auch ein Viehmarkt in den Scheineauen abgehalten werden.
Mehrere Aufführungen des Wandeltheaters „Liebe, Tod und Teufel!” der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld sind an den ersten beiden Juliwochenenden zu erleben, bevor am 1. und 2. August bei einem Partnerschaftswochenende die Städteverbindungen mit dem französischen Beaulieu-sur-Dordogne und dem sächsischen Grünhain-Beierfeld gefeiert werden.
Auf besondere Art und Weise begangen werden soll im Jubiläumsjahr der Saisonabschluss im Freibad. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Schwimmverein Delphin veranstalten dazu am Samstag, 13. September, ein Fest. Die Großveranstaltung im Oktober ist wie üblich der Holztag am dritten Sonntag des Monats. Und im November folgen mit einem Seniorennachmittag des TSV Scheinfeld und einem Jubiläumsball in der Wolfgang-Graf-Halle gleich zwei Veranstaltungen.
Zum Ball am 14. November spielt die Marcus-Marr-Bigband auf. Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis bietet der Heimat- und Kulturverein in Kooperation mit dem Neustädter Tanzsportzentrum Wolf einen Tanzkurs in der Volksschulaula an. Dieser startet am 25. Januar. Eventuell soll es zu diesem Anfängerkurs auch noch einen Fortgeschrittenen- und einen Auffrischungskurs geben.
Im Advent (und bis zum Dreikönigstag 2027) soll eine frühere Idee des Heimat- und Kulturvereins wiederbelebt werden: der Scheinfelder Krippenweg.
„Es gibt natürlich noch viel mehr Veranstaltungen”, sagt Wiesinger. Die Workshops, die zur Jubiläumsvorbereitung von der Stadt angeboten wurden, haben nach Einschätzung des Kulturamts gut geklappt. So etwa 30 bis 40 Leute seien da dabei gewesen, berichtet Wiesinger und kündigte noch einen weiteren Workshop fürs kommende Frühjahr an.