Veröffentlicht am 16.04.2022 00:00

Wandern durch Bad Windsheim: Hier wird Geschichte erlebbar

Gegen Ende der rund sieben Kilometer langen Tour durch Bad Windsheim kann man, von der „Winterung“ aus, diesen Blick auf die Kurstadt genießen. (Foto: Ute Niephaus)
Gegen Ende der rund sieben Kilometer langen Tour durch Bad Windsheim kann man, von der „Winterung“ aus, diesen Blick auf die Kurstadt genießen. (Foto: Ute Niephaus)
Gegen Ende der rund sieben Kilometer langen Tour durch Bad Windsheim kann man, von der „Winterung“ aus, diesen Blick auf die Kurstadt genießen. (Foto: Ute Niephaus)
Gegen Ende der rund sieben Kilometer langen Tour durch Bad Windsheim kann man, von der „Winterung“ aus, diesen Blick auf die Kurstadt genießen. (Foto: Ute Niephaus)

Zu einer etwas anderen Wanderung – oder besser gesagt, einem Spaziergang – lädt die Runde durch Bad Windsheims Innenstadt ein, die sicherlich nicht nur für Touristen so manchen Blick hinter die Kulissen bereithält. Geschichte wird fußläufig erlebbar. Spielplätze und Gastronomie laden dazu ein, Pausen einzulegen.

Los geht die knapp sieben Kilometer lange Runde am Parkplatz des Freilandmuseums. Über den Waldgraben und vorbei am Spielplatz führt der Weg in die Hirschengasse.

Verschiedene Epochen in Bad Windsheims Altstadt

Die durch den Abriss ehemaliger Fabrikgebäude und Wohnhäuser entstandene Lücke bietet einen anderen Blick auf die Altstadt, der nach der Errichtung des evangelischen Gemeindezentrums wieder Geschichte sein wird. Weiter geht es zum Holzmarkt. Auf dem Weg zum Marktplatz, entlang der Herrn- und Krämergasse, gibt es Gebäude, die verschiedenen Epochen entstammen, zu entdecken.

Zu sehen ist auch das Geburtshaus von Georg Wilhelm Steller, des bedeutenden Zoologen und Asienforschers, am Kornmarkt. Der nach ihm benannten Seekuh begegnet man später. Nun wird es mühsam: Eine steile Treppe leitet den Spaziergänger zum Martin-Luther-Platz. Dort stößt man auf das Stadtschreiberhaus, das evangelische Dekanat und eine Rückansicht des Rathauses und der Stadtkirche St. Kilian.

Spaziergang führt über den Marktplatz

Vom Marktplatz geht es weiter auf der Pastoriusstraße. Linker Hand grüßt der Bad Windsheimer Roland. Über den Marktplatz führt die Strecke zum Klosterplatz, wo die Reste des ehemaligen Augustinerklosters an vergangene Zeiten erinnern. Im Gebäude befindet sich die 1559 gegründete Stadtbibliothek. Entlang der Husaren- und Metzgergasse bewegt man sich jetzt weiter bis zur katholischen Kirche am Nordring. Von dort vermag man über den Bahnhof den Kurpark anzusteuern. Nach dessen ausgiebiger Erkundung führt der Weg in die im Ostteil der Stadt gelegene Galgenbucksiedlung (zu erreichen über die Eisenbahn- und die Raiffeisenstraße).

Zwischen Kreissportanlagen und Wohnbebauung gibt es etwas Unerwartetes zu entdecken: einen Gipssteinbruch. Wer ihn nicht gezielt ansteuert, wird ihn kaum bemerken. Gips wird dort schon lange nicht mehr abgebaut, die Natur erobert sich das Areal ebenso zurück wie die Jugend, die sich dort gern aufhält.

In Richtung Aisch wandern

Dem Richtung Süden verlaufenden Fußweg folgend, gilt es, sich danach Richtung Aisch zu orientieren. Am Walkmühlweg angekommen, führt eine Bücke über die Aisch. Flussaufwärts gelangt man zu Kleingartenanlagen, zum Skaterplatz und Verkehrsübungsplatz, und erreicht über eine weitere Brücke den Festplatz.

Über die Nürnberger Straße führt nach gut 200 Metern linker Hand ein Weg zur „Winterung“, die von allerlei Federvieh besiedelt ist. Nach dem Umkreisen des Weihers und dem erneuten Überqueren der Aisch geht es zurück zum Fränkischen Freilandmuseum – ein Besuch lohnt sich definitiv immer wieder.

Spaziergang durch die Stadt

Fakten zum Weg

  • Länge: rund sieben Kilometer.
  • Gehzeit: etwa zwei Stunden.
  • Wegbeschreibung: keine.
  • Begehbarkeit: Es handelt sich größtenteils um asphaltierte Wege.
  • Geeignet für:Spaziergänger, an der Historie Bad Windsheims Interessierte und Familien.
  • Besonderheiten: Schöne Gebäude, Einblicke in ganz verschiedene Facetten der Kurstadt und hinter die Kulissen. Wer Zeit hat, für den lohnt sich ein Abstecher ins Fränkische Freilandmuseum. Unterwegs gibt es auch schöne Spielplätze.


Ute Niephaus
Ute Niephaus
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