Veröffentlicht am 26.12.2022 05:02

So gelingen Saisonwechsel im Kleiderschrank

Wer sich mehr Platz im Kleiderschrank wünscht, kann Saisonware in Kisten und Beuteln zwischenlagern. (Foto: Markus Scholz/dpa-tmn)
Wer sich mehr Platz im Kleiderschrank wünscht, kann Saisonware in Kisten und Beuteln zwischenlagern. (Foto: Markus Scholz/dpa-tmn)
Wer sich mehr Platz im Kleiderschrank wünscht, kann Saisonware in Kisten und Beuteln zwischenlagern. (Foto: Markus Scholz/dpa-tmn)
Wer sich mehr Platz im Kleiderschrank wünscht, kann Saisonware in Kisten und Beuteln zwischenlagern. (Foto: Markus Scholz/dpa-tmn)

Winterkleidung rein, Sommerkleidung raus - und andersherum. Mit einem Saisonwechsel im Kleiderschrank behalten Sie den Überblick. Kleidungsstücke lassen sich so gleich ausmisten - oder für das nächste Jahr vorbereiten.

Das Auslagern von Sommer- und Winterkleidung lohnt sich besonders für Menschen mit kleinem Kleiderschrank. Denn hier stapeln sich die Sachen schnell bis unter die Decke.

Doch wie geht man am besten vor?

Alles, was eingelagert wird, muss gewaschen und trocken sein. „Sonst nistet sich Schmutz ein, und es entstehen Stockflecken“, sagt Sabine Haag, Ordnungscoach aus Mainz.

Bei Jacken, die wenig getragen wurden, kann aber auch „regelmäßiges Lüften ausreichen, um die Kleidung einzulagern“, sagt die Modeberaterin Sonja Grau aus Senden bei Ulm. Denn Jacke und Mantel trägt man nicht direkt auf der Haut.

Schuhe sollten zudem sauber sein, bevor sie verstaut werden. Zur Pflege gehören Schuhcreme, Imprägnierspray sowie intakte Sohlen und Absätze.

Deckel drauf

Die meisten Kleidungsstücke passen in Pappkartons oder Kisten aus Kunststoff oder Baumwolle. Sie sollten einen Deckel haben, um die Textilien vor Staub zu schützen. Baumwollbehälter und Pappkartons haben den Vorteil, dass sie etwas Luft an die Kleidung lassen. Denn die sollte laut Sonja Grau „atmen“ können.

Nach welchem Ordnungsprinzip die Kisten gepackt werden, hängt dann von den eigenen Vorlieben ab. Grau empfiehlt sie nach der Kleiderart sowie nach Materialien zu sortieren: Dick, dünn, ganz dünn. Oder nach Modellen: Langarm-, Kurzarm- oder Oberteile ohne Arm.

Die jeweilige Box packt Ordnungscoach Haag dann nach dem sogenannten „File folding-Prinzip“. Das heißt: „Jedes Kleidungsstück wird zu einem Päckchen gefaltet und hochkant hintereinander einsortiert.“

Zum Schutz vor Motten rät Grau, auf bewährte Mittel wie zum Beispiel Zedernholz-Plättchen zurückzugreifen. Sie sollten an unterschiedlichen Stellen neben die Kleidung verteilt werden.

Vakuumbeutel sparen Platz

Für Schuhe eignen sich die Kartons, in denen sie gekauft wurden. Um den Überblick zu behalten, rät Grau sie zu beschriften. Sinnvoll ist auch ein Regal für ausgelagerte Schuhe. „Das jeweilige Schuhpaar sollte hierin nicht nebeneinander, sondern entgegengesetzt stehen - einmal Spitze, einmal Verse“, sagt Grau. So entstehen weniger Leerräume. Stiefel kann man entgegengesetzt legen. „Die schweren Stiefel nach unten und die leichteren oben auf“, rät die Modeberaterin.

Eine weitere, platzsparende Lösung ist das Vakuumieren. Vakuumbeutel verschließen die Kleidung luftdicht, die überschüssige Luft wird hier durch ein Ventil abgesaugt. Das macht die Wäsche klein, handlich und hygienisch. Motten und andere Schädlinge können nicht eindringen.

„In die Vakuumbeutel kann man ein Taschentuch mit seinem Lieblingsparfüm oder ein Lavendelsäckchen legen“, empfiehlt Haag. „So duftet die Wäsche frisch, wenn man die Beutel wieder öffnet.“

Doch Vorsicht: Kleider sollten Sie besser nicht in Vakuumsäcke packen. „Sie werden hierin zu sehr gequetscht“, so Haag. Diese Stücke müssen ebenso wie feine Blusen und Hemden auch während des Auslagerns hängen, am besten in einer lockeren Schutzhülle.

Trockenen, dunklen Ort wählen

Die Beutel und Kisten verstaut man dann am besten unter dem Bett oder auf dem Schrank. Möglich ist auch ein Platz im Regal in einem weniger oft benutzten Teil der Wohnung.

„Ganz wichtig ist, dass die Auslagerungsstelle trocken und schattig ist“, sagt Grau. Denn Feuchtigkeit und UV-Licht können der Kleidung schaden. „Kellerräume eignen sich nur dann für eine Lagerung von Kleidungsstücken, wenn sie trocken sind“, so die Modeberaterin. Ansonsten sei die Gefahr groß, dass die Kleidung einen moderigen Geruch aufnimmt oder sich Schimmel bildet.

Ein weiteres Problem in Kellern und auf Dachböden sind schwankende Temperaturen, weshalb auch Ordnungscoach Haag von diesem Ort abrät. „Auch Winterjacken und Skijacken sollten in der Wohnung gelagert werden, zum Beispiel in einer Rollschublade unter dem Bett.“

Auspacken und einsortieren von Winterkleidung

Wird die Kleidung zur nächsten Saison ausgepackt, kann man sie zusammen mit einem Tennisball für zehn Minuten in den Trockner legen. „Der Ball lockert insbesondere Woll- und Fleece- Sachen sowie Daunenjacken wieder auf“, sagt Haag.

Strumpfhosen kann man vom Fuß aufwärts einrollen und nach Farben sortiert hochkant in Schubladen stecken, rät Haag. Eine Alternative der Modeberaterin Grau: „Klein zusammenlegen und stapeln.“

Dicke Pullover stellt Sabine Haag statt übereinander hochkant - entweder in eine Schublade oder in eine größere Box im Kleiderschrank. Sonja Grau schlägt die Ärmel ein und faltet Pullover einmal, um sie platzsparend aufeinander zu legen. Bei Wollkleider rät sie: Immer „locker zusammenlegen, auf keinen Fall hängen.“ Sonst leide die Form.

Übrigens: Eine gute Übersicht bei Schals erzielt man Grau zufolge, wenn man diese in einen großen Ring hängt. So könne man schnell sehen, welche Farben und Muster vorhanden sind. Sie empfiehlt einen Ringhänger für dickere und einen für leichtere Schals. Bei der Ordnungsexpertin Haag werden Schals längs halbiert, eingerollt und als kleines Päckchen in die Schublade gelegt. „Wer will, kann oben noch die passende Mütze draufsetzen. Das hält sie besser zusammen.“

© dpa-infocom, dpa:221222-99-994387/2

north