Veröffentlicht am 08.12.2022 12:43

Innenminister fordert Überprüfung des Sicherheitskonzepts

Innenminister von Bayern Joachim Herrmann spricht auf einer Pressekonferenz. (Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild)
Innenminister von Bayern Joachim Herrmann spricht auf einer Pressekonferenz. (Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild)
Innenminister von Bayern Joachim Herrmann spricht auf einer Pressekonferenz. (Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild)
Innenminister von Bayern Joachim Herrmann spricht auf einer Pressekonferenz. (Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild)

Nach der Protestaktion von Klimaaktivisten am Münchner Flughafen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine Überprüfung des dortigen Sicherheitskonzepts. „Ich erwarte mir, dass umgehend geprüft wird, ob gegebenenfalls die Sicherheitskonzepte am Münchner Flughafen angepasst werden müssen“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in München.

„Es ist absolut unverantwortlich, durch Blockadeaktionen in den Flugverkehr einzugreifen“, betonte Herrmann. Es sei eine unverfrorene Rücksichtslosigkeit, nicht nur laufend gegen Gesetze zu verstoßen, sondern mit irrsinnigen Aktionen auch eine Vielzahl anderer Menschen potentiell zu gefährden. Als Beispiel nannte er Flugzeuge, die trotz Notfällen nicht regulär landen könnten. „Diese Aktivisten sind offenbar so verbohrt, dass es ihnen egal ist, wenn andere Menschen zu Schaden kommen.“

Herrmann lobte, dass es der Polizei gelungen sei, weitere „Klimachaoten“ von der Südbahn fernzuhalten. „Drei Personen wurden dort vorläufig festgenommen. Diese werden zusammen mit den Klimaklebern auf der Nordbahn zunächst in Gewahrsam genommen“, sagte er. Bei den Nordbahn-Klebern stünde der Verdacht eines „Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr“ sowie weiterer Straftaten im Raum. „Der Strafrahmen liegt hier bei bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Der Flugverkehr auf der Nordbahn war für rund 45 Minuten gesperrt.“

Am Donnerstagmorgen hatten Klimaaktivisten sich zwischenzeitlich an der nördlichen Start- und Landebahn angeklebt und so für eine Sperrung gesorgt. Da die südliche Start- und Landebahn durchgehend in Betrieb war, hatte es es keine Annullierungen von Flügen und nur geringfügige Verspätungen gegeben.

© dpa-infocom, dpa:221208-99-827749/2

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