Zigaretten nicht im Blumentopf ausdrücken

Fertig geraucht - und jetzt? Bitte die Zigarette nicht im Blumenkasten ausdrücken, das kann einen Brand auslösen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Fertig geraucht - und jetzt? Bitte die Zigarette nicht im Blumenkasten ausdrücken, das kann einen Brand auslösen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Fertig geraucht - und jetzt? Bitte die Zigarette nicht im Blumenkasten ausdrücken, das kann einen Brand auslösen. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Es gibt Sachen, die weiß fast schon jedes Kind:  Etwa, dass unbedacht weggeworfene Zigarettenkippen ein Feuer auslösen können. Aber das kann auch passieren, wenn man die Zigaretten ausdrückt - in einem Topf mit Blumenerde auf dem Balkon, an der Terrasse oder einem Hauseingang.

Pflanzenerde kann zu einem großen Teil oder sogar vollständig aus Torf bestehen - und Torf ist ein Brennstoff. Dazu noch ein tückischer. Eine Zigarettenkippe und Torf können über Stunden unbemerkt glimmen und sich erst nach und nach zum Flammenbrand entwickeln.

Rauch erst nach über vier Stunden - oder Tagen

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) untersucht Brandursachen. Bei Experimenten im Brandversuchshaus des Institutes wurde das Entzünden von Pflanzenerde nachgestellt: Es dauerte über vier Stunden, bis in dem glimmenden Substrat starker Rauch entstanden war - aber schon kurz darauf bildeten sich dann auch Flammen.

„Diesen Verlauf sehen wir auch bei Wohnungs- und Hausbränden immer wieder“, sagt der Chemiker und IFS-Geschäftsführer Hans-Hermann Drews. „Am Abend wird auf dem Balkon noch eine Zigarette geraucht, und mitten in der Nacht muss die Feuerwehr anrücken.“ Er berichtet aber auch von Fällen, wo solche entstehenden Brände über Tage unentdeckt blieben, bis sie sich schließlich rasch ausbreiteten.

Der banale, aber sicherste Tipp lautet daher: Zigarettenreste nur in einem Aschenbecher oder anderen feuerbeständigen Behältern ausdrücken.

© dpa-infocom, dpa:220809-99-325253/2

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