Veröffentlicht am 17.08.2022 11:21

Wirtschaft sieht existenzielle Nöte durch Energiepreise

Der Thermostat einer Heizung in einer Privatwohnung. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)
Der Thermostat einer Heizung in einer Privatwohnung. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)
Der Thermostat einer Heizung in einer Privatwohnung. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)

Die Explosion der Energiekosten wird nach Angaben der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zunehmend zu einem existenziellen Problem für die Unternehmen. Der nach dem Verbrauch einzelner Energiearten in Bayern gewichtete vbw-Energiepreisindex habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und stieg zweiten Quartal weiter auf ein Rekordhoch. Entspannung sei der Vereinigung nach nicht in Sicht.

„Die Drosselung russischer Gaslieferungen verschärft die angespannte Versorgungslage und Preisentwicklung noch zusätzlich“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Mittwoch in München. Für eine stabile Energieversorgung sollten deshalb die verbliebenen Atomkraftwerke bis Ende 2024 weiterlaufen und kurzfristig weitere Erdgas-Bezugsquellen erschlossen werden. Die Bundesregierung müsse die Strom- und die Energiesteuer senken und den nationalen Emissionshandel aussetzen.

© dpa-infocom, dpa:220817-99-416011/2

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