Veröffentlicht am 30.11.2022 12:04

Waffenverbot an Uni: Präsident will keine Einlasskontrollen

Studenten stehen vor dem Hauptgebäude der LMU. (Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild)
Studenten stehen vor dem Hauptgebäude der LMU. (Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild)
Studenten stehen vor dem Hauptgebäude der LMU. (Foto: Felix Hörhager/dpa/Archivbild)

Nach einem Polizeieinsatz wegen einer Schreckschusswaffe im Hörsaal gilt nun auch an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München ein Waffenverbot. Dafür sei die Hausordnung geändert worden, teilte die Universität mit. Nach dem Vorfall Anfang November habe man zunächst rechtliche Fragen rund um ein mögliches Verbot geprüft. Nachdem ein Student legal mit einer Schreckschusspistole zu einer Vorlesung der LMU gekommen war, hatten andere bayerische Hochschulen bereits ihre Hausordnungen geändert oder dies angekündigt.

„Rechtlich und inhaltlich war das nicht ganz einfach, weil man Ausnahmen regeln muss“, sagte LMU-Präsident Bernd Huber dem „Münchner Merkur“ (Mittwochausgabe). „Wenn etwa der Bundespräsident zu Gast ist, dann können wir ja wohl kaum seinen Leibwächtern verbieten, eine Waffe zu tragen.“ Ausgenommen von der neuen Regelung sind unter anderem auch Polizei und Sicherheitskräfte.

Auf Einlasskontrollen müssten sich die Studierenden wegen des Waffenverbots aber nicht einstellen, betonte Huber. „Die Uni ist ein offener Ort und soll es auch bleiben. Das würde den Charakter unserer Universität grundlegend verändern.“

© dpa-infocom, dpa:221130-99-721122/2

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