Veröffentlicht am 24.05.2022 16:34

„Verwandlungen“ bei Münchner Philharmoniker: Ohne Gergijew

Zum Start der zweiten Saison in ihrer neuen Spielstätte setzen die Münchner Philharmoniker auf das Thema „Verwandlungen“. Man habe den Umzug in die Isarphilharmonie im vergangenen Oktober zum Anlass genommen, sich neu zu erfinden, teilte das Orchester am Dienstag bei der Saisonvorstellung in München mit. Man wolle die Vielfalt, die Wandelbarkeit und die Vitalität in den Mittelpunkt stellen.

Ein Motto, das auch die personelle Lage des renommierten Ensembles widerspiegelt, war der langjährige Chefdirigent Waleri Gergijew doch wegen seiner Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin entlassen worden. Die Nachfolge steht noch nicht fest. Aus dem Kulturreferat hieß es, man hoffe, bis Ende des Jahres jemanden zu finden.

Die Philharmoniker setzen in der neuen Spielzeit verstärkt auf die junge Generation wie Maxim Emelyanychev oder Thomas Guggeis. Auch zahlreiche Stars kommen in die Interimsspielstätte, etwa der Dirigent Zubin Mehta, die Sopranistin Anja Harteros oder der Geiger Frank Peter Zimmermann.

Eröffnet wird die Saison am 16. September mit der ukrainischen Dirigentin Oksana Lyniv und der Altistin Wiebke Lehmkuhl, die unter anderem „Der Zorn Gottes“ von Sofia Gubaidulina aufführen werden.

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