Titel sieben und acht für Friedrich und Kluge/Reinhardt

Lea Sophie Friedrich jubelt nach ihrem Sieg. (Foto: Jean-Marc Wiesner/dpa)
Lea Sophie Friedrich jubelt nach ihrem Sieg. (Foto: Jean-Marc Wiesner/dpa)
Lea Sophie Friedrich jubelt nach ihrem Sieg. (Foto: Jean-Marc Wiesner/dpa)

Lea Sophie Friedrich sowie Roger Kluge und Theo Reinhardt haben am Schlusstag der Europameisterschaften die Titel Nummer sieben und acht für die deutschen Bahnrad-Fahrer geholt.

Die Cottbuserin Friedrich gewann in München nach dem Erfolg mit Emma Hinze und Pauline Grabosch im Teamsprint auch im Kampfsprint Keirin und sicherte sich ihr zweites Gold. Mit einer famosen Schlussrunde verwies die Weltmeisterin die Polin Urszula Los und Olena Starikowa aus der Ukraine auf die folgenden Plätze. „Ich freue mich, dass ich meinen Titel verteidigen konnte“, sagte die Doppel-Europameisterin.

Überlegener Erfolg im Madison

In der letzten EM-Entscheidung feierten die Berliner Kluge und Reinhardt einen überlegenen Erfolg im Madison. In dem von den Sechs-Tage-Rennen bekannten Zweier-Mannschaftsfahren über 50 Kilometer siegte das Duo mit 101 Punkten vor Frankreich (91) und Belgien (58). Dabei brachten sie Kunststück fertig, in 22 von 25 Wertungen Punkte zu holen. „Das hat noch keiner geschafft“, sagte Kluge. „Wir haben heute gezeigt, dass wir die Weltspitze mit kreieren. Wir haben gesehen, dass wir international konkurrenzfähig sind. Das braucht man nicht zu verheimlichen, dass sowas Auftrieb gibt“, meinte Partner Reinhardt.

Zuvor hatte außerdem Maximilian Dörnbach Silber im Keirin gewonnen. Schneller als der Cottbuser war nur der Franzose Sebastian Vigier. Marc Jurczyk aus Erfurt wurde Achter.

Super-Bilanz für den BDR

Mit achtmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze war der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei den Bahn-Wettbewerben der erfolgreichste Verband. „Wir haben uns sehr gut präsentieren können vor dem einheimischen Publikum und sind zufrieden. Das ist eine super Bilanz“, sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster.

Allerdings schränkte er auch ein, dass nicht in allen Disziplinen die stärkste Konkurrenz am Start war. „Das ist eine Standortbestimmung, die fällt positiv aus. Es hat uns aber auch das eine oder andere aufgezeigt, woran wir weiter arbeiten müssen“, urteilte er. Mit Blick auf die Weltmeisterschaften vom 12. bis 16. Oktober in Paris gebe das Abschneiden dennoch „ein Riesenselbstbewusstsein“. Der eingeschlagene Weg mit den neuen Bundestrainern Jan van Eijden (Sprint) und Tim Zühlke (Ausdauer) sei richtig. Alles habe gut miteinander harmoniert. „Das hat mich persönlich auch sehr überrascht“, sagte Moster.

© dpa-infocom, dpa:220816-99-409450/5

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