Veröffentlicht am 18.08.2022 14:00

Sorge vor Gasmangel: Aiwanger und vbw für schnellere Hilfe

Hubert Aiwanger (Freie Wähler), bayerischer Staatsminister für Wirtschaft. (Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), bayerischer Staatsminister für Wirtschaft. (Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)
Hubert Aiwanger (Freie Wähler), bayerischer Staatsminister für Wirtschaft. (Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)

Angesichts des befürchteten Gasmangels fordern Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und die bayerische Wirtschaft schnellere Hilfe vom Bund. Sowohl der Wirtschaftsminister als auch die vbw verlangten am Donnerstag, die Umstellung von Gas auf Öl in den Unternehmen zu erleichtern.

Zuvor hatte der Chef der Bundesnetzagentur einen regionalen Gasmangel „wahrscheinlich“ genannt und mehrfach auftretende Einschränkungen der Versorgung im kommenden Winter nicht ausgeschlossen. In Süddeutschland sind die Sorgen besonders groß, weil sowohl Bayern als auch Baden-Württemberg weit von den Gas-Einspeisepunkten in Nord- und Westdeutschland entfernt sind.

Aiwanger forderte deswegen zum wiederholten Mal eine Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Isar II bei Landshut. Viele Unternehmen könnten zudem ihren Gasverbrauch nach Aiwangers Worten stark senken, wenn sie auf Öl umstellen. Das bezieht sich darauf, dass nicht wenige Firmen Zweistoffbrenner installiert haben, die sowohl mit Gas als auch mit Öl betrieben werden können.

Aiwanger fordert finanziellen Ausgleich für die Firmen, die auf bislang noch günstiges Gas verzichten und stattdessen teureres Öl verbrauchen. Die vbw verlangt zumindest rechtliche Erleichterungen: „Vielmehr müssen wir alles dafür tun, dass diejenigen, die technisch wechseln können, auch schnell und unkompliziert wechseln dürfen“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

© dpa-infocom, dpa:220818-99-431127/2

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