Siemens droht erster Quartalsverlust seit 2010

Das Schriftzug-Logo des deutschen Industriekonzerns Siemens. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)
Das Schriftzug-Logo des deutschen Industriekonzerns Siemens. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)
Das Schriftzug-Logo des deutschen Industriekonzerns Siemens. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Eigentlich laufen die Geschäfte bei Siemens solide, doch wegen einer Milliarden-Abschreibung auf die Minderheitsbeteiligung an der ehemaligen Energietechniksparte Siemens Energy droht der erste Quartalsverlust seit der Finanzkrise. Nachdem die Münchner selbst die Corona-Krise in „schwarzen Zahlen“ gemeistert haben, könnte nun die Abschreibung auf die Anteile an Siemens Energy unter dem Strich für ein Minus sorgen.

An diesem Donnerstagmorgen (07.00 Uhr) legt der Traditionskonzern Zahlen für das dritte Geschäftsquartal von April bis Juni vor. Das letzte Quartal, das Siemens in „roten Zahlen“ beendete, war einem Sprecher zufolge das vierte des Geschäftsjahres 2010 - damals als Folge der Finanzkrise.

Ende Juni hatte Siemens die Sonderabschreibung auf seine Energy-Aktien bekanntgegeben. Sie wird das Ergebnis des dritten Quartals nach Steuern demnach mit rund 2,8 Milliarden Euro belasten. Anlass waren die niedrigen Börsenkurse „signifikant unter dem Buchwert“. Siemens hält noch rund 35 Prozent an Energy, das vor knapp zwei Jahren an die Börse gebracht wurde.

Jenseits der nicht zahlungswirksamen Abschreibung werden solide Geschäfte von Siemens erwartet. Beim operativen Ergebnis gingen die Analysten zuletzt sogar von einem ordentlichen Zuwachs aus. Ob die Energy-Abschreibung Siemens auch die Prognose für das Gesamtjahr kostet, könnte die Unternehmensspitze am Donnerstag beantworten.

© dpa-infocom, dpa:220810-99-342692/3

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