Veröffentlicht am 10.08.2022 08:40

Siemens droht erster Quartalsverlust seit 2010

Das Logo von Siemens auf einer Stele am Eingang eines Bürogebäudes auf dem Siemens Campus. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)
Das Logo von Siemens auf einer Stele am Eingang eines Bürogebäudes auf dem Siemens Campus. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)
Das Logo von Siemens auf einer Stele am Eingang eines Bürogebäudes auf dem Siemens Campus. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Siemens droht der erste Quartalsverlust seit fast zwölf Jahren. Nachdem die Münchner selbst die Corona-Krise in den schwarzen Zahlen gemeistert haben, könnte nun eine massive Abschreibung auf die Minderheitsbeteiligung an Siemens Energy unter dem Strich für ein Minus sorgen, wenn Siemens am Donnerstagmorgen (7.00 Uhr) Zahlen vorlegt. Analysten erwarten für das dritte Geschäftsquartal von April bis Juni einen deutlichen Verlust. Das letzte Quartal, das Siemens in den roten Zahlen beendete, war einem Sprecher zufolge das vierte des Geschäftsjahres 2010 - damals noch als Folge der Finanzkrise.

Ende Juni hatte Siemens die Sonderabschreibung auf seine Energy-Aktien bekanntgegeben. Sie wird das Ergebnis des dritten Quartals nach Steuern demnach mit rund 2,8 Milliarden Euro belasten. Anlass waren die niedrigen Börsenkurse „signifikant unter dem Buchwert“. Siemens hält noch rund 35 Prozent an Energy, das vor knapp zwei Jahren an die Börse gebracht worden ist.

Jenseits der nicht zahlungswirksamen Abschreibung werden solide Geschäfte von Siemens erwartet. Beim operativen Ergebnis gingen die Analysten zuletzt sogar von einem ordentlichen Zuwachs aus. Ob die Energy-Abschreibung Siemens auch die Prognose für das Gesamtjahr kostet, wird die Unternehmensspitze voraussichtlich am Donnerstag beantworten.

© dpa-infocom, dpa:220810-99-335107/2

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