Per Kamera entlarvt: Messerangriff in Neustadt war ausgedacht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.04.2024 10:58

Per Kamera entlarvt: Messerangriff in Neustadt war ausgedacht

Die Polizei in Neustadt musste sich mit einem Fall einer angeblichen Messerattacke befassen. (Symbolbild: Robert Michael/dpa)
Die Polizei in Neustadt musste sich mit einem Fall einer angeblichen Messerattacke befassen. (Symbolbild: Robert Michael/dpa)
Die Polizei in Neustadt musste sich mit einem Fall einer angeblichen Messerattacke befassen. (Symbolbild: Robert Michael/dpa)

Weil er sich einen Messerangriff auf sich selbst ausgedacht hat, hat ein 20-Jähriger mit Konsequenzen zu rechnen. Davon berichtet die Neustädter Polizeiinspektion.

Der junge Mann hatte sich in der Nacht von Sonntag auf Montag bei den Beamten mit der Mitteilung gemeldet, er sei kurz vor 1.30 Uhr in der Neustädter Innenstadt mit einem Messer attackiert worden. Der unbekannte Täter sei in der Würzburger Straße auf ihn los - und er habe die Waffe noch mit der rechten Hand abwehren können. Dabei habe er sich einen tiefen Schnitt in dreien seiner Finger zugezogen.

Vor Ort zeigte der 20-Jährige der Polizei den vermeintlichen Tatort. Dort fanden die Beamten aber nichts: keine Blutstropfen und auch keine weiteren Spuren. Weil die Stelle aber von einer Kamera überwacht wurde, stellte der Verantwortliche die Aufnahmen direkt der Polizei zur Verfügung. Doch auch hier: nichts zu sehen, noch nicht einmal der 20-Jährige selbst.

Laut Polizei erhärtete sich im weiteren Verlauf der Ermittlungen der Verdacht, der Mann habe sich die Verletzungen selbst zugefügt und die Geschichte hinterher erfunden. Zu Behandlung des Schnitts kam der 20-Jährige ins Krankenhaus. Gegen ihn läuft nun eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat.


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach

Redakteur für Digitales

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