Veröffentlicht am 26.08.2022 11:41

Paketboten als Diebe: Kunden gingen leer aus

Statt die Pakete zuzustellen behielten drei Fahrer offenbar deren Inhalt selbst. (Symbolbild: Christin Klose/dpa-tmn)
Statt die Pakete zuzustellen behielten drei Fahrer offenbar deren Inhalt selbst. (Symbolbild: Christin Klose/dpa-tmn)
Statt die Pakete zuzustellen behielten drei Fahrer offenbar deren Inhalt selbst. (Symbolbild: Christin Klose/dpa-tmn)

Drei Fahrer eines Paketdienstes haben etliche Sendungen in die eigene Tasche umgeleitet. Die Polizei berichtet von aufgerissenen Päckchen in ihren Wohnungen in Ehingen (Landkreis Ansbach).

Die Polizei in Dinkelsbühl begann ihre Ermittlungen nach dem Hinweis eines Mitarbeiters eines großen Paketlieferdienstes vom vergangenen Freitag. Berechtigte der Firma überprüften daraufhin ein Wohngebäude für drei Paketfahrer in einem Ehinger Ortsteil. Dabei wurden mehrere aufgerissene Päckchen gefunden. Sie waren laut Polizei offensichtlich durch die drei Fahrer nicht an die rechtmäßigen Empfänger ausgeliefert worden waren.

Teilweise wurde noch Diebesgut sichergestellt. Darunter waren elektronische Geräte wie ein Tablet und eine Festplatte, aber auch Waren des alltäglichen Bedarfs wie Staubsaugerbeutel. Die drei Verdächtigen hatten sich bereits in ihr osteuropäisches Heimatland abgesetzt. Gegen sie laufen jetzt Strafverfahren wegen mehreren Diebstählen. Die Polizei geht derzeit von einem nachweisbaren Schaden von mehr als 1000 Euro aus.

Die Zahl der gesamten Sendungen, die das Trio abgezweigt hat, wird vermutlich offen bleiben. In der gesamten Branche ist der Nachweis, ob eine Sendung von den Fahrern tatsächlich zugestellt wurde, fast unmöglich geworden. Seit der Coronapandemie werden Pakete oft nur vor Gebäuden abgelegt, ohne dass ihr Empfang nachvollziehbar quittiert werden muss.

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