Polizei vermutet: Pavillon wurde angezündet

Keine 50 Meter vom Brandort vor anderthalb Wochen entfernt wüteten nun erneut Flammen. (Foto: Johannes Zimmermann )
Keine 50 Meter vom Brandort vor anderthalb Wochen entfernt wüteten nun erneut Flammen. (Foto: Johannes Zimmermann )
Keine 50 Meter vom Brandort vor anderthalb Wochen entfernt wüteten nun erneut Flammen. (Foto: Johannes Zimmermann )

Vor anderthalb Wochen war im Markt Taschendorfer Ortsteil Obertaschendorf eine Scheune niedergebrannt. Am Donnerstagnachmittag stand erneut eine Rauchsäule über dem Dorf: Wieder brach ein Feuer aus – keine 50 Meter vom ersten Brandort entfernt. Die Kripo geht jetzt von Brandstiftung aus und prüft einen Zusammenhang.

Die abgebrannten Trümmer der Scheune vom Brand zuvor lagen am Donnerstag noch am westlichen Ortsrand. Ein Absperrband flatterte, Rauchwolken zogen vorbei. Unweit standen Fahrzeuge der Scheinfelder Feuerwehr – wieder einmal. In der Hauptstraße reihte sich erneut Feuerwehrauto an Feuerwehrauto, wie schon am 11. September.

Am Donnerstag gegen 13.30 Uhr löste die Integrierte Leitstelle größeren Alarm aus: Die Feuerwehren Markt Taschendorf, Burghaslach, Scheinfeld, Oberrimbach und Kleinweisach rückten an, berichtete Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen. Eine Hecke ist abgebrannt, ein Pavillon vor einer Garage ebenfalls. Auch ein Holzunterstand auf dem Nachbargrundstück hatte Feuer gefangen, erläuterte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken auf FLZ-Anfrage. Die gute Nachricht: Die Einsatzkräfte hatten die Lage wieder schnell im Griff, verhinderten Schlimmeres.

Die Flammen im Holzstapel erwiesen sich allerdings als hartnäckig – die Feuerwehren zogen einen Traktor zu Hilfe, um die einzelnen Holzscheite anzuheben und so an die restlichen Glutnester zu kommen. Es rauchte stark. Ein Anwohner sagte kopfschüttelnd: „Jetzt brennt es hier schon wieder.“

Der Polizeisprecher schätzte den Schaden auf rund 10.000 Euro. Mittlerweile geht die Polizei von Brandstiftung aus, wie das mittelfränkische Präsidium am Freitagvormittag mitteilte. „Die Kriminalpolizei Ansbach prüft auch einen Zusammenhang zum vorherigen Brand.“ Dessen Ursache war ebenfalls noch nicht geklärt. Nachdem die Ermittler aber einen technischen Defekt ausgeschlossen hatten, stand bereits der Verdacht auf Brandstiftung im Raum.

Die Ansbacher Kriminalpolizei bittet Zeugen, welche verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Brandgeschehen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Johannes Zimmermann

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