Veröffentlicht am 09.12.2022 10:36

Neuschnee am Wochenende: Wintersaison kommt in Gang

Lawinenschutzzäune stehen in den Allgäuer Alpen im frisch gefallenen Neuschnee. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild)
Lawinenschutzzäune stehen in den Allgäuer Alpen im frisch gefallenen Neuschnee. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild)
Lawinenschutzzäune stehen in den Allgäuer Alpen im frisch gefallenen Neuschnee. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild)

In Bayerns Bergen kommt allmählich die Wintersaison in Gang. An diesem Wochenende startet in Oberstdorf im Allgäu der Skibetrieb, und der bayerische Lawinenwarndienst nimmt die Veröffentlichung seiner täglichen Berichte über die aktuelle Gefahrenlage auf. Für den Samstag erwartet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck am nördlichen Alpenrand verbreitet Neuschnee. Für das Allgäu und die Westhälfte der bayerischen Alpen wird leichter Schneefall erwartet, im Wetterstein, Karwendel und dem Südosten Bayerns etwas mehr. Schneien soll es laut Deutschem Wetterdienst aber auch in Franken und anderen Regionen Bayerns.

Bisher war in Bayerns Bergen lediglich das kleine Skigebiet unterhalb der Zugspitze in Betrieb, das wegen seiner Höhenlage von weit über 2000 Metern traditionell als erstes beginnt und im Frühjahr als letztes schließt. Nun werden in Oberstdorf an Fellhorn, Kanzelwand und Ifen die ersten Pisten folgen. Am nächsten Wochenende wollen dann auch die bei Oberbayern und Münchnern beliebten Skigebiete am Spitzingsee und am Sudelfeld den Betrieb aufnehmen.

Derzeit liegt in den bayerischen Alpen und in Tirol oberhalb von 1100 Metern bereits verbreitet Schnee, wenn auch nicht sehr viel. In höheren Lagen sind es laut Lawinenwarndienst 20 bis 50 Zentimeter. In Oberbayern hat im stark besuchten Spitzingseegebiet die Skitouren- und Schneeschuhsaison bereits begonnen. Gerade im Frühwinter bringen starke Neuschneefälle Gefahren, da die Schneedecke sich erst nach einiger Zeit setzt und stabilisiert.

In der vergangenen Saison waren vier Menschen durch Lawinen in den bayerischen Bergen ums Leben gekommen, in den beiden vorangegangenen Wintern hatte es keine tödlichen Lawinen gegeben.

Sehr viel mehr Unfälle sind in Tirol zu beklagen, dort meldeten die Behörden im vergangenen Winter elf Lawinentote. Nach absoluten Unfallzahlen gefährlicher sind allerdings die Pisten. In Tirol starben in der vergangenen Saison 15 Menschen bei Unfällen in Skigebieten, in der Regel bei Stürzen oder Kollisionen.

© dpa-infocom, dpa:221209-99-838802/3

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