RATGEBER: Geld & Recht

In der Steuererklärung

Nebenkostenabrechnung verspätet: Posten aus Vorjahr ansetzen

Mieter können das Finanzamt an den Betriebskosten für ihre Wohnung beteiligen. Und auch wenn sie ihre Abrechnung erst spät erhalten, können sie die Ausgaben angeben.

Wenn die Nebenkostenabrechnung kommt: ans Finanzamt denken
Späte Post: Wenn der Vermieter seine Betriebskostenabrechnung noch nicht zugeschickt hat, können Mieter beim Finanzamt die Vorjahreskosten ansetzen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
15.07.2020 15:13 Uhr

Neustadt/Weinstraße (dpa/tmn) - Die Betriebskostenabrechnung des Vermieters kann sich für Mieter positiv auswirken - und zwar bei der Steuererklärung. Mieter können dort zum Beispiel Ausgaben für die Treppenhausreinigung und den Schornsteinfeger absetzen. Sofern die Betriebskostenabrechnung dafür nicht rechtzeitig vorliegt, können Mieter auch die Posten aus der Nebenkostenabrechnung vom Vorjahr übernehmen, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH).

Das ist dann sinnvoll, wenn es in Bezug auf den Verbrauch oder Reparaturarbeiten am Haus keine großen Abweichungen zum Vorjahr gab. Das zuständige Finanzamt sollte allerdings darüber informiert werden, dass wegen einer verspäteten Nebenkostenabrechnung Posten aus dem Vorjahr übernommen werden. Ein formloses Schreiben genügt dazu.

Liegt der Steuerbescheid dann vor, ohne dass die Kosten berücksichtigt wurden, gibt es die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Dabei sollte die folgende Bitte an das Finanzamt gerichtet werden: Es möge den Einspruch erst nach Eingang der Nebenkostenabrechnung bearbeiten, damit die Aufwendungen berücksichtigt werden können.

© dpa-infocom, dpa:200715-99-802664/2



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