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Studie

Corona-Krise: Haben Ältere nun geringere Rentenansprüche?

Die Pandemie hat bei vielen Beschäftigten zu Kurzarbeit oder Jobverlust geführt. Sinken nun auch die Rentenansprüche? Eine Studie gibt Entwarnung.

Rentenanpassung
Trotz Kurzarbeit und gestiegener Arbeitslosigkeit bleiben die Rentenansprüche von Älteren stabil. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
07.06.2021 15:48 Uhr

Düsseldorf/Berlin (dpa) - Der tiefe Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Krise wird voraussichtlich nur relativ geringe Auswirkungen auf die Rentenansprüche älterer Beschäftigter haben. Das ist das Ergebnis einer von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Demnach muss die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen verglichen mit einem Szenario ohne Corona-Krise einen «leichten Rückgang von etwa einem Prozent der Rentenanwartschaften» hinnehmen.

Durch die Pandemie war 2020 das Bruttoinlandprodukt um fast fünf Prozent zurückgegangen. Hunderttausende Menschen verloren ihre Jobs, Millionen mussten sich zumindest zeitweise mit Kurzarbeit und reduzierten Entgelten begnügen. Dennoch seien die Auswirkungen auf die Rentenansprüche für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte jenseits der 50 zunächst moderat, betonte Johannes Geyer vom DIW Berlin.

Der erhebliche Arbeitsausfall schlage sich nicht in gleichem Umfang in den Rentenansprüchen nieder, weil die Arbeitsagentur bei Kurzarbeit Rentenbeiträge für 80 Prozent des ausgefallenen Verdienstes zahle und auch bei Beziehern von Arbeitslosengeld I, dessen maximale Bezugsdauer in der Krise verlängert wurde, Rentenbeiträge auf der Basis von 80 Prozent des letzten Bruttolohnes weiterzahle. Ernste Einbußen bei den Rentenansprüchen drohten deshalb erst, wenn sich die Wirtschaftskrise länger hinziehe und die Betroffenen in Hartz IV abrutschten.

Auch wenn durch die Krise die individuellen Rentenansprüche im Allgemeinen nur wenig reduziert würden, sei allerdings damit zu rechnen, dass die Pandemie den weiteren Rentenanstieg in den nächsten Jahren bremsen dürfte, erklärte Geyer.

© dpa-infocom, dpa:210607-99-896926/2

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