RATGEBER: Garten

Wer schläft denn da?

Nistkästen im Winter nicht leeren

Viele Hobbygärtner sind zu reinlich. Etwas weniger aufzuräumen, ist meist besser für die natürliche Vielfalt und die Tierwelt. So auch im Fall der Nistkästen für Vögel.

Nistkasten
Nistkästen sind im Winter ein beliebter Unterschlupf für andere Tiere. Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn
17.12.2019 16:42 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Auf brütende Vögel folgen Gartenschläfer als Nachmieter in den Nistkästen. Um deren Winterschlaf nicht zu stören, sollte man die Kästen im Winter nicht reinigen, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Auch ein Umzug der Winterschläfer ist keine gute Idee. Denn die Störung kann zu einer erhöhten Körpertemperatur und damit zur Verschwendung von wertvoller Energie führen.

Grundsätzlich muss man den Nistkasten nicht zwingend jedes Jahr reinigen. Zwar werde dies empfohlen, um Jungvögel im Folgejahr vor Parasiten zu schützen. Doch diese werden oft sowieso übertragen, erläutert der BUND. Denn häufig tragen die Vogeleltern die Parasiten im Gefieder.

Und Vögel leiden in einem erstmals benutzten Netz oft stärker unter den Schädlingen als in darauffolgenden Nutzungszyklen. Denn die Parasiten werden von Insekten und Spinnen gefressen - aber bis diese darauf stoßen, dauert es etwas.

Der Rat des BUND lautet daher: Den Nistkasten nur reinigen, wenn er voll ist oder es eine deutlich sichtbare Belastung an Parasiten gibt.



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