RATGEBER: Beruf & Bildung

Konferenz statt Kaffeefahrt

Rentner sind als Berater gefragt

Kaffeefahrten und Schach spielen war gestern. Die aktiven Rentnerinnen und Rentner von heute haben mitunter 20 Jahre Freizeit vor sich. Aber wie nutzt man die richtig und gewinnbringend?

Rentnerin am Computer
Wer im Ruhestand keine Lust auf Nichtstun hat, kann sich beim ehemaligen Arbeitgeber zum Beispiel als Berater oder Beraterin engagieren lassen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
28.01.2020 12:29 Uhr

Köln (dpa/tmn) - Viele zählen die Tage, bis es so weit ist: der letzte Arbeitstag! Doch der berufliche Ausstieg ist nicht immer leicht. Beschäftigte sollten sich daher am besten schon ein bis zwei Jahre vor dem Renteneintritt mit der Gestaltung der Zukunft befassen.

Das rät Iris Dohmen. Die Psychologin berät Unternehmen und Organisationen für Tüv Rheinland. Wer noch nicht ans Nichtstun denken mag, kann beruflich weiter an Bord bleiben.

Ältere Menschen haben aufgrund ihrer Sozialkompetenz und Erfahrung wertvolle Kenntnisse und Fähigkeiten, die Jüngeren oft fehlen, so Dohmen. So könnten ehemalige Beschäftigte beispielsweise als externe Berater zum ehemaligen Unternehmen zurückkehren.

Das habe gleich mehrere Vorteile: Den Unternehmen bleiben Fachwissen, Kontakte und Erfahrungen erhalten. Die Ruheständler können ihre Rente aufstocken - und haben das Gefühl, weiter gebraucht zu werden. Es lohne sich aber, den Übergang schon früh gemeinsam zu planen.

Bevor es zurück in den Arbeitsalltag geht, dürfen dennoch die Korken knallen, findet die Psychologin. Eine feierliche Verabschiedung mit Freunden, Kollegen und Geschäftspartnerinnen zeige, dass das Wissen der Mitarbeitenden geschätzt wird. Und wer sich anerkannt fühlt, kommt gerne zurück.

Pressemitteilung Tüv Rheinland



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