RATGEBER: Auto & Verkehr

ADAC-Untersuchung

E-Autos: Stromverbrauch höher als vom Bordcomputer angezeigt

Autos mit Elektroantrieb können wesentlich mehr Strom verbrauchen, als der Bordcomputer anzeigt. Denn Verluste beim Ladevorgang zum Beispiel zeigt dieser oft nicht an, wie der ADAC herausgefunden hat.

Ein Elektroauto wird geladen
Beim Aufladen eines Elektroautos kann es zu Ladeverlusten kommen, erläutert der ADAC. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
23.07.2020 13:46 Uhr

München (dpa/tmn) - Die Bordcomputer von E-Autos zeigen an, wie viel Strom beim Fahren verbraucht wird. Allerdings informieren sie nicht unbedingt über den gesamten Energiebedarf. Dieser kann nach Angaben des ADAC um bis zu rund einem Viertel höher liegen.

Zu seiner Einschätzung kommt der ADAC nach einem Vergleich von 15 E-Autos. Dabei wichen die Verbrauchsangaben des Bordcomputer um rund 10 bis rund 25 Prozent von dem an der Ladesäule ermittelten Verbrauch ab. Neben sonstigen Ungenauigkeiten könnten die Systeme der Autos Ladeverluste nicht erkennen - diese entstehen beim Aufladen in der vorgelagerten Elektroinstallation und der Ladestation, im Ladegerät an Bord und in der Batterie für den Antrieb, erklärt der Autoclub.

Im Vergleich wies der Kia E-Niro (64 kWh) mit 9,9 Prozent die geringste Verbrauchsabweichung ab und blieb als einziger unter der 10-Prozent-Marke. Dahinter folgen BMW i3 (120 Ah) und Kia E-Soul (64 kWh) mit jeweils 12,2 Prozent. Um fast ein Viertel (24,9 Prozent) wich der getestete Tesla Model 3 LR ab. Auch bei Seat Mii Electric (20,8 Prozent) und Renault Zoe (19 Prozent) war die Diskrepanz hoch.

© dpa-infocom, dpa:200723-99-899022/2



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