Veröffentlicht am 14.01.2023 22:23, aktualisiert am 20.01.2023 21:00

Nach Familienstreit in Ansbach: Kontaktverbot für Ehemann

Die Ansbacher Bahnhofstraße war in diesem Bereich für eine Stunde abgesperrt. (Foto: Tizian Gerbing)
Die Ansbacher Bahnhofstraße war in diesem Bereich für eine Stunde abgesperrt. (Foto: Tizian Gerbing)
Die Ansbacher Bahnhofstraße war in diesem Bereich für eine Stunde abgesperrt. (Foto: Tizian Gerbing)
Die Ansbacher Bahnhofstraße war in diesem Bereich für eine Stunde abgesperrt. (Foto: Tizian Gerbing)

Die plötzliche Eskalation in einem Familienstreit hat am Samstag, 14. Januar, zu einer Sperrung in der Ansbacher Bahnhofstraße geführt. Ein Notruf einer Ehefrau aus einem dreistöckigen Haus löste einen größeren Polizeieinsatz aus. Der Mann musste nach einem Kontaktverbot das Haus verlassen.

Die Frau lebte, wie sie in ihrer ersten Vernehmung sagte, in dem Haus in einer gemeinsamen Wohnung mit ihrem Mann und zwei Kindern. Die Wohnung erstreckt sich über einen Teil des Erdgeschosses und den ersten Stock. Die Frau hielt sich kurz nach 19 Uhr mit ihren zwei Kindern im Obergeschoss auf, als es zu einem Streit zwischen den beiden Erwachsenen kam, bei dem die Frau leicht verletzt worden sein soll.

Am Telefon die Polizei über die Lage informiert

Daraufhin ging der 49-Jährige nach unten. Aus dem Erdgeschoss fing er nach ihren Aussagen an, ihr zu drohen, er werde mit einer Machete auf sie losgehen. Daraufhin wählte die Frau den Notruf, bat die Polizei um Hilfe und blieb in der Leitung, um laufend Informationen aus dem Haus zu geben. Als die Ansbacher Polizei an dem Anwesen eintraf, richtete der Ehemann seine massiven Drohungen auch gegen die Beamten.

Ein Unterstützungskommando (USK) machte sich aus Nürnberg auf den Weg. Auch die Feuerwehr rückte für den Fall an, dass sich im Haus eine Explosion ereignen würde. Sie half auch bei den Absperrungen des Gebiets zwischen dem Bahnhofsplatz und der Matthias-Oechsler-Straße.

Betrunken und verwirrt: 49-Jähriger überwältigt

Den Spezialisten vom USK gelang es, im Erdgeschoss den Mann festzunehmen. Dabei erlitt der 49-Jährige eine leichte Kopfplatzwunde, die anschließend vom Rettungsdienst versorgt wurde. Die an der Festnahme beteiligten Einsatzkräfte blieben unverletzt.

Angedrohte Machete wurde nicht gefunden

Ein Atemalkoholtest ergab einen Alkoholwert von mehr als einem Promille. Der 49-Jährige stand unter dem Einfluss von Alkohol und machte einen verwirrten Eindruck. Die Polizei brachte ihn deshalb in eine Fachklinik. Ein Seelsorger kümmerte sich um die Frau und die Kinder, die in ihrer Wohnung bleiben konnten.

Offen ist, ob der 49-Jährige vergeblich versuchte, zu seiner Ehefrau ins Obergeschoss zu gelangen oder aus freien Stücken im Erdgeschoss blieb. Eine Machete, mit der er gedroht hatte, wurde bei ihm nicht gefunden, sagte ein Polizeisprecher.

Gericht verhängt Kontaktverbot: Ehemann muss wegbleiben

Die Ehefrau hat inzwischen, so die Ansbacher Inspektion am Freitag ein gerichtliches Kontaktverbot gegen ihren Ehemann erwirkt. Damit musste er die Wohnung verlassen und sich eine neue Bleibe suchen. Er ist auf freiem Fuß. Was ihm juristisch vorgeworfen wird, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Im Besitz einer Machete war er nicht. Die Ermittlungen gegen ihn laufen wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Beleidigungen, Bedrohung und Widerstand gegen die Polizisten.

In einer früheren Version des Artikel war das Alter des Mannes nach den ersten Angaben der Polizei mit 50 Jahren angegeben worden. Er ist 49 Jahre alt.


Manfred Blendinger
Manfred Blendinger
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