Veröffentlicht am 06.12.2022 13:15

Münchner Autofahrer sind langsamer unterwegs

Fahrzeuge fahren auf einer Autobahn. (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild)
Fahrzeuge fahren auf einer Autobahn. (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild)
Fahrzeuge fahren auf einer Autobahn. (Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild)

Autofahrer in München sind offenbar gesetzestreuer geworden - wenn auch vermutlich weniger aus Einsicht. Bei Messungen in diesem Jahr hätten sich wesentlich mehr Kraftfahrer an Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten als 2016, berichtete am Dienstag die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in München. UDV-Leiter Siegfried Brockmann führt die Rückgänge vor allem auf die Verschärfung der Bußgelder und die gestiegenen Benzinpreise zurück.

88 Prozent hielten sich nun an Tempo 50, vor sechs Jahren waren es nur 81 Prozent. In Zonen mit Tempo 30 hielten sich 67 Prozent an die Vorgaben (2016: 56 Prozent). Zur Zufriedenheit sieht Brockmann allerdings wenig Anlass. In den untersuchten Tempo-50-Bereichen sei fast jede Minute jemand schneller als 70 Stundenkilometer gefahren, alle sieben Minuten sogar schneller als 80 Stundenkilometer. In Tempo-30-Zonen war in München der Messung zufolge jedes dritte Fahrzeug zu schnell unterwegs.

Brockmann forderte deshalb neben einer verstärkten Überwachung auch einen intensiven Dialog über die Gefahren hoher Geschwindigkeiten. So müsse man auch bundesweit darüber nachdenken, eher und vermehrt Punkte für entsprechende Delikte zu vergeben. Er verwies auf Hamburg. Hier seien deutlich größere Erfolge erzielt worden, weil die Stadt die Überwachung erheblich intensiviert habe.

© dpa-infocom, dpa:221206-99-800403/2

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