Veröffentlicht am 21.09.2022 14:33

Missbrauchsverfahren gegen Bistumsangestellten eingestellt

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen einen Mitarbeiter des Bistums Würzburg eingestellt, dem sexueller Missbrauch eines Kindes vorgeworfen worden war. Eine strafbare sexuelle Handlung liege nicht vor, wie die Behörde am Mittwoch in Würzburg mitteilte. Der geschilderte Vorfall habe die sogenannte Erheblichkeitsschwelle nicht überschritten.

Der Beschuldigte soll im August 2010 bei einem Pfadfinderzeltlager im Ausland ein 1997 geborenes Mädchen in dessen Zelt aufgesucht und auf die Wange oder den Mund geküsst haben. Der 20 Jahre ältere Mann hatte an dem Zeltlager als ehrenamtlicher Jugendbetreuer der Kirche teilgenommen.

Das Bistum hatte mittlerweile den in der Verwaltung angestellten Mann im Juli vom Dienst freigestellt und den Fall bei der Staatsanwaltschaft Würzburg angezeigt. Ob der Mann nun wieder für die Diözese arbeiten darf, war zunächst unklar.

© dpa-infocom, dpa:220921-99-846471/2

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