Veröffentlicht am 09.12.2022 12:53

Kurioser Diebstahl: Wagner, das Buch und der Schweigepakt

Eine Büste von Richard Wagner steht im Treppenhaus vom Richard-Wagner-Haus. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild)
Eine Büste von Richard Wagner steht im Treppenhaus vom Richard-Wagner-Haus. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild)
Eine Büste von Richard Wagner steht im Treppenhaus vom Richard-Wagner-Haus. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild)
Eine Büste von Richard Wagner steht im Treppenhaus vom Richard-Wagner-Haus. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild)

Der Komponist Richard Wagner sorgt bei manchen seiner Fans offenbar für ungewöhnliche Gefühlsaufwallungen. Das macht der Fall eines Diebstahls aus der Wahnfried-Bibliothek in Bayreuth vor rund 40 Jahren deutlich, der nun endlich geklärt wurde. Das erbeutete Buch mit einer Signatur Wagners sei aus später Reue über einen Mittelsmann zurückgegeben worden, teilte das Museum am Freitag mit.

Die Motivation des Diebes ist geheimnisumwittert - und romantisch. Dem Vernehmen nach habe es sich um eine fragwürdige Mutprobe als eigentümlicher Liebesbeweis gehandelt, heißt es in der Mitteilung.

Objekt der Begierde war das Werk „Friedrich der Große und die deutsche Literatur“ von Heinrich Pröhle, das Wagner im August 1876 mit seiner Unterschrift versehen hatte. Strafrechtliche Konsequenzen gibt es nicht, die Tat ist verjährt. Trotzdem gibt es keine Angaben zur Identität des Täters. Man habe Stillschweigen vereinbart, heißt es. Oder, um mit Isolde aus der Wagner-Oper „Tristan und Isolde“ zu sprechen: „Das schwur ich schweigend zu halten.“

© dpa-infocom, dpa:221209-99-840742/4

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