Veröffentlicht am 10.08.2022 13:23

Kriselnder Autozulieferer Leoni meldet Verlust

Fahnen mit dem Logo der Leoni AG wehen im Wind. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)
Fahnen mit dem Logo der Leoni AG wehen im Wind. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)
Fahnen mit dem Logo der Leoni AG wehen im Wind. (Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Der mit Schwierigkeiten kämpfende Autozulieferer Leoni hat im zweiten Quartal neuerliche rote Zahlen geschrieben. Das Nürnberger Unternehmen bezifferte den Nettoverlust am Mittwoch auf 47 Millionen Euro, ein Jahr zuvor war es ein Minus von knapp neun Millionen gewesen.

Der Umsatz sank ebenfalls kräftig um ein Viertel auf 933 Millionen Euro, maßgeblich bedingt durch den Verkauf der Kabelsparte. Doch auch unter Herausrechnung dieses Effekts belief sich der Umsatzrückgang der fortgeführten Geschäftsbereiche auf über acht Prozent.

Leoni war ursprünglich Draht- und Kabelhersteller, übrig sind nunmehr als Hauptgeschäft noch die Bordnetzsysteme für Autos. Der Umsatz in diesem Bereich legte laut Vorstand im ersten Halbjahr zu. Das verschuldete Unternehmen hat sich laut Mitteilung mit den Banken mittlerweile „grundsätzlich“ auf eine Finanzierung über das Jahr 2022 hinaus geeinigt.

Leoni kämpft seit Jahren und hatte erst 2021 die zwischenzeitliche Rückkehr in die schwarzen Zahlen gemeldet. Die anhaltenden Lieferengpässe, der Anstieg der Energiekosten und der Ukraine-Krieg machen dem Unternehmen nun erneut zu schaffen. Der Krieg traf das bisherige Kabelgeschäft mit zwei Werken in der Ukraine hart.

Ende Mai hatte Leoni dann den Verkauf des Autokabelgeschäfts an ein thailändisches Unternehmen bekannt gegeben, das soll 400 Millionen Euro bringen. 2021 war bereits der Bereich Industriekabel verkauft worden.

© dpa-infocom, dpa:220810-99-338649/2

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