Veröffentlicht am 20.06.2022 17:34

Junger Motorradfahrer von Pkw schwer verletzt

Nach einem aggressiven Durcheinander auf der Autobahn stürzte ein 20-jähriger Motorradfahrer. Er erlitt schwere Verletzungen.

Die Polizei ermittelt gegen drei Beteiligte, nach deren Angaben es am Samstag gegen 23 Uhr vor der Anschlussstelle „Lichtenau“ in Richtung Heilbronn zunächst zu einem Überholmanöver kam. Ein 46-Jähriger war schneller als ein Wohnmobil, aber aus Sicht eines folgenden Motorradfahrers aus dem Landkreis Ansbach noch zu langsam. Dieser soll sehr dicht aufgefahren sein und mehrmals die Lichthupe betätigt haben.

Als er endlich an dem Pkw vorbei war, soll der Motorradfahrer wild gestikuliert und beleidigende Gesten gemacht haben. Jetzt befanden sich die Beteiligten im dreispurigen Streckenabschnitt der Autobahn. Dort schnitt plötzlich ein 42-Jähriger aus dem Landkreis Ansbach den ersten Pkw auf der mittleren Fahrspur und bremste ihn aus. Um einen Auffahrunfall zu vermeiden, wechselte dieser auf die rechte Fahrspur, wo sich aber zwischenzeitlich der Motorradfahrer befand. Er hatte sich beruhigt und war in dem Abschnitt mit einem Tempolimit wieder langsamer geworden.

Durch den erzwungenen Spurwechsel kam zum seitlichen Anstoß von Pkw und Motorrad. Der 20-Jährige prallte in die Außenschutzplanke, wurde von seiner Maschine geworfen und blieb auf dem Pannenstreifen liegen. Sein Motorrad schlitterte quer über die drei Fahrspuren und krachte in die Mittelschutzplanke.

Der 20-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle ins Klinikum Nürnberg-Süd gebracht. Die Verkehrspolizei Ansbach ermittelt nun gegen die drei Beteiligten wegen einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, Nötigung und Beleidigung sowie fahrlässiger Körperverletzung.

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