Veröffentlicht am 30.11.2022 11:58

Jagdverband: Schreiben mit Vorwürfen gegen Präsidium echt

Nach anonymen Vorwürfen gegen Mitglieder seines Präsidiums hat der Bayerische Jagdverband (BJV) die Echtheit eines offenen Briefs von ehemaligen Beschäftigten bestätigt. Ein Rechtsanwalt des Landesausschusses des Verbands habe versichert, dass sich bei ihm vier ehemalige Mitarbeiter der Geschäftsstelle als Verfasser des Schreibens gemeldet hätten, das die „Deutsche Jagdzeitung“ veröffentlicht hatte.

Es sei jetzt Aufgabe des Präsidiums, den Inhalt „zum Anlass zur selbstkritischen Auseinandersetzung mit dem Schreiben zu nehmen“, teilte der Verband mit Sitz in Feldkirchen (Landkreis München) mit. Alle Mitarbeiter hätten nun die Möglichkeit, sich „unter Wahrung der Anonymität gegenüber dem Präsidium“ ebenfalls bei einem Rechtsanwalt zu äußern.

Die Vorwürfe wie Beschimpfungen, respektloser Umgang und Wutausbrüche richten sich unter anderem gegen BJV-Präsident Ernst Weidenbusch. Der Verband sprach von einer planmäßigen Diffamierung mittels einer Rufmordkampagne. Weidenbusch, der auch für die CSU im Landtag sitzt, machte dafür eine Gruppe verantwortlich. Es seien immer wieder dieselben Personen, die versuchten, mit erfundenen Beschuldigungen die Vorherrschaft im Verband zu gewinnen.

© dpa-infocom, dpa:221130-99-721094/3

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