Veröffentlicht am 25.05.2022 10:44

„iech moog fränggisch“: „Tag der Franken“ in Aschaffenburg

Seit der Eingliederung Frankens in das neu gebildete Königreich Bayern Anfang des 19. Jahrhunderts ist die Region ein fester Teil Bayerns. Dennoch beharren die mehr als vier Millionen Bürger Mittel-, Ober- und Unterfrankens auf eine gewisse Eigenständigkeit innerhalb des Freistaats und demonstrieren das alljährlich beim „Tag der Franken“ - heuer soll dies am 3. Juli in Aschaffenburg sein.

„Zwei Jahre lang mussten wir Franken auf unseren Festtag verzichten“, sagte Unterfrankens Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms in Aschaffenburg laut Redemanuskript. „Nach der Corona-Zwangspause wird jetzt die Anziehungskraft umso größer sein, wenn wir beim „Tag der Franken“ dem restlichen Freistaat wieder unsere Kultur und unsere Tradition präsentieren können.“

Traditionell gibt es zwischen den Franken und den Bayern immer wieder Eifersüchteleien, Vorurteile und Missgunst. Um das fränkische Selbstbewusstsein als Teil der Erfolgsgeschichte Bayerns zu stärken und das bayerische Verständnis für die Landsmannschaft zu fördern, hatte der Landtag 2005 beschlossen, künftig jährlich einen Frankentag zu veranstalten. Dieser Tag ist als Schaufenster für die Vereine und das Handwerk gedacht, um unter anderem an das vor etwa 200 Jahren zurückgedrängte fränkische Brauchtum und die Geschichte der drei fränkischen Bezirke zu erinnern.

Viele Besucher kommen beim Frankentag in fränkischer Tracht oder in rot-weißen T-Shirts mit Aufschriften wie „iech moog fränggisch“. Zuletzt hatte der „Tag der Franken“ 2019 länderübergreifend im oberfränkischen Neustadt bei Coburg und dessen thüringischer Nachbarstadt Sonneberg stattgefunden.

© dpa-infocom, dpa:220525-99-425085/2

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