Veröffentlicht am 24.08.2022 18:16

Herrmann fordert vom Bund mehr Geld für Katastrophenschutz

Ein Feuerwehrmann (l) präsentiert dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Gerätschaften. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Ein Feuerwehrmann (l) präsentiert dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Gerätschaften. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Ein Feuerwehrmann (l) präsentiert dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Gerätschaften. (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat unter anderem angesichts weiter großer Waldbrandgefahr den Bund aufgefordert, bei den Anstrengungen im Katastrophenschutz nicht nachzulassen. Obwohl alle 16 Länder-Innenminister mehr Geld vom Bund für den Katastrophenschutz gefordert hätten, habe Finanzminister Christian Lindner (FDP) in seinem Haushaltsentwurf die Ausgaben etwa für das Bundesamt für den Katastrophenschutz oder das Technische Hilfswerk (THW) gekürzt, sagte Herrmann am Mittwoch in Nürnberg.

„Wir müssen noch mehr für den Katastrophenschutz tun, da ist auch der Bund mit dafür zuständig“, sagte Herrmann. „Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass im Entwurf des Bundeshaushaltes für 2023 die Mittel für den Katastrophenschutz gekürzt werden“, sagte Herrmann. „Alle Welt erwartet eigentlich eine deutliche Verstärkung der Mittel“, erklärte er mit Blick etwa auf zurückliegende Geschehnisse wie das Hochwasser im Ahrtal oder die Waldbrände um Berlin oder in Sachsen.

Herrmann ließ sich bei der Berufsfeuerwehr Nürnberg die neuesten Möglichkeiten zur Waldbrandbekämpfung vorführen - unter anderem Löschflüge mit Hubschraubern der bayerischen Polizei. Der Einsatz von Hubschraubern sei dem von Löschflugzeugen vorzuziehen. Flugzeuge könnten sinnvoll nur an Meeresküsten eingesetzt werden.

Bayern werde weitere, leistungsfähigere Hubschrauber anschaffen, genauso wie Pumpensysteme. Diese könnten nicht nur Löschwasser zum Einsatzort transportieren, sondern auch im Kampf gegen Hochwasser eingesetzt werden.

© dpa-infocom, dpa:220824-99-502889/2

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