Veröffentlicht am 11.08.2022 12:08

Heizöl bleibt trotz sinkender Rohölpreise teuer

Ein Schlauch mit Stutzen liegt für die Heizöllieferung in der Auffahrt eines Kunden. (Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild)
Ein Schlauch mit Stutzen liegt für die Heizöllieferung in der Auffahrt eines Kunden. (Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild)
Ein Schlauch mit Stutzen liegt für die Heizöllieferung in der Auffahrt eines Kunden. (Foto: David Inderlied/dpa/Symbolbild)

Heizölkäufer müssen weiter tief in die Tasche greifen, obwohl der Rohölpreis sinkt. Während auch der als Produkt sehr ähnliche Treibstoff Diesel seit Wochen billiger wird, laufen die Heizölpreise seitwärts, wie aus Zahlen des Portals HeizOel24 hervorgeht. Für den Donnerstag meldete es beim Kauf von 3000 Litern einen Literpreis von 1,51 Euro. Seit etwa einem Monat schwanken die Preise um 1,50. Geht man zwei Monate zurück, ergibt sich sogar ein Anstieg um einige Cent pro Liter. Ganz anders bei Diesel: Laut ADAC-Daten sank der Preis für den Kraftstoff seit Mitte Juni um rund 14 bis 15 Cent pro Liter.

Als wichtigster Treiber beim Rückgang des Dieselpreises gilt der gesunkene Ölpreis. Hatte die für Europa wichtige Nordseesorte Brent Anfang und Mitte Juni noch um die 120 Dollar pro Fass (159 Liter) gekostet, lag sie zuletzt unter 100 Dollar. Warum dieser Rückgang beim Heizöl nicht angekommen ist, ist allerdings unklar. Eine Möglichkeit wäre steigende Nachfrage: Nach Angaben des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie stellen zahlreiche Betriebe aus Angst vor ausbleibenden Gaslieferungen derzeit auf Heizöl um.

In den ersten Monaten nach Kriegsbeginn hatten sich die hohen Heizölpreise nicht drastisch bei der Nachfrage niedergeschlagen. Die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gemeldeten Zahlen zur Inlandsablieferung liegen für die Monate März bis Mai 2022 im Vergleich zu den Vorjahren zwar eher niedrig, 2021 waren sie allerdings noch niedriger. Werte für Juni und Juli liegen noch nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:220811-99-350344/3

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