Veröffentlicht am 10.08.2022 10:45

Geschlossene Station für Tuberkulose-Patienten gut belegt

Ein Stationsflur der Tuberkulosestation im Bezirksklinikum ist zu sehen. (Foto: Daniel Vogl/dpa/Archivbild)
Ein Stationsflur der Tuberkulosestation im Bezirksklinikum ist zu sehen. (Foto: Daniel Vogl/dpa/Archivbild)
Ein Stationsflur der Tuberkulosestation im Bezirksklinikum ist zu sehen. (Foto: Daniel Vogl/dpa/Archivbild)

In der im Frühjahr in Oberfranken eröffneten Station für Tuberkulose-Patienten, die sich eigentlich nicht behandeln lassen wollen, sind derzeit 18 Menschen untergebracht. Das teilte ein Sprecher der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) am Mittwoch auf Anfrage mit. Ausgelegt ist die Einrichtung für 24 Menschen. Die Station sei bundesweit einmalig, hatte der Bezirk Oberfranken bei der Eröffnung Ende März betont.

Die Einrichtung am Bezirksklinikum Obermain in Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) ist für Erkrankte gedacht, die sich Schutzmaßnahmen verweigern und wegen der Ansteckungsgefahr auf behördlichen Beschluss hin eingewiesen werden.

Für das neue Gebäude gibt es ein spezielles Sicherheitskonzept, unter anderem ist es von einer vier Meter hohen Mauer umgeben. Der bisherige Höchststand an Patienten seit der Eröffnung waren 19 belegte Plätze, erläuterte der Sprecher weiter.

Tuberkulose ist eine meldepflichtige bakterielle Infektionskrankheit, die meist die Lunge betrifft, aber auch andere Organe angreifen kann. Wer daran erkrankt, muss sich isolieren. Bei einer Weigerung kann nach dem Infektionsschutzgesetz das Grundrecht der Freiheit eingeschränkt und eine zwangsweise Unterbringung veranlasst werden. Tuberkulose ist in der Regel gut behandelbar, kann unbehandelt aber tödlich enden.

© dpa-infocom, dpa:220810-99-336488/2

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