Veröffentlicht am 30.11.2022 12:45

Energiekrise: Verband fordert Verzicht auf Schneekanonen

Eine Schneekanone produziert an einer Skipiste Schnee. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)
Eine Schneekanone produziert an einer Skipiste Schnee. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)
Eine Schneekanone produziert an einer Skipiste Schnee. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild)

Wegen ihres hohen Energieverbrauchs und negativer Umweltauswirkungen fordert der BUND Naturschutz bayerische Skigebiete auf, ihre Schneekanonen diesen Winter auszuschalten. „Schneekanonen waren aufgrund ihrer schlechten Ökobilanz schon immer problematisch, in der derzeitigen Krisensituation sind sie schlicht unmoralisch“, sagte der Landesvorsitzende des Verbandes Richard Mergner am Mittwoch in München.

Mergner appellierte an die Skigebietsbetreiber, sich solidarisch zu zeigen und freiwillig auf den Einsatz der Beschneiungsanlagen zu verzichten. Durch einen Verzicht könnten in Bayern demnach in einem Winter bis zu 16 Millionen Kilowattstunden Strom und Millionen Liter Wasser gespart werden.

Der Verband forderte zudem den Freistaat Bayern auf, in Zukunft keine weiteren Genehmigungen für den Betrieb der Schneekanonen zu erteilen. Für eine einheitliche Lösung im angrenzenden Alpenraum sei dabei auch eine Absprache mit Österreich und der Schweiz nötig. Mittelfristiges Ziel sei ein generelles Verbot oder zumindest ein drastisches Einschränken der Beschneiungsanlagen. Ende September hatten verschiedene Umweltverbände im Bayerischen Landtag eine Petition gegen die staatliche Förderung der Schneekanonen eingebracht.

© dpa-infocom, dpa:221130-99-721842/2

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