Veröffentlicht am 03.10.2022 13:57

Drei Geisterfahrer sorgen für Sperrungen und Unfälle

Das Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei. (Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)
Das Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei. (Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)
Das Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei. (Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild)

Drei Geisterfahrer haben am langen Wochenende die Autobahnen in Bayern unsicher gemacht. Auf der Autobahn 94 bei Neuötting und im Bereich der A9 in München kam es zu Unfällen, bei denen zwei Menschen leicht verletzt wurden. Die Geisterfahrt einer 81-Jährigen bei Schwandorf dagegen endete glimpflich, allerdings könnten die Folgen für die Frau einschneidend sein.

Auf der A94 wollte ein 60-Jähriger am Montagmorgen einem Wagen ausweichen, der in falscher Richtung fuhr. Dabei streifte er mit seinem Kleintransporter das Fahrzeug eines Schweizers, prallte gegen die Leitplanke und überschlug sich. Der Geisterfahrer konnte nach Polizeiangaben unerkannt entkommen, nach ihm wurde gesucht. Der 60-Jährige aus dem Landkreis Passau kam leicht verletzt in ein Krankenhaus, der Schweizer blieb unverletzt. Die A94 in Richtung München war mehrere Stunden lang gesperrt.

Bereits in der Nacht zum Sonntag hatte ein 55-Jähriger auf der A9 bei München plötzlich gewendet. Er sei dann von der Autobahn entgegen der Fahrtrichtung abgefahren und gegen die Leitplanken rechts und links geprallt, teilte das Polizeipräsidium in München mit. Dabei erlitt der 55-Jährige leichte Verletzungen und kam ins Krankenhaus. Bei der Atemkontrolle stellte die Polizei einen Alkoholwert von 0,74 Promille fest. Der Führerschein wurde beschlagnahmt, das Auto abgeschleppt.

Ohne Führerschein steht nun eine 81-Jährige da. Sie war am Samstagabend bei Schwandorf in verkehrter Richtung auf die A93 Richtung Regensburg aufgefahren - offenbar aus Unachtsamkeit und wegen der starken Regenfälle, vermutete die Polizei, die den Verkehr in dem Bereich stoppte. Die 81-Jährige habe ihren Fehler aber bemerkt und an einer Baustelle gewendet. Dennoch muss sie der Mitteilung zufolge mit einem empfindlichen Bußgeld und einem Fahrverbot rechnen, auch ihre Fahrtauglichkeit könnte überprüft werden.

© dpa-infocom, dpa:221003-99-990115/4

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