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Deutscher Tierschutzbund warnt

Kosmetik kann immer noch Stoffe aus Tierversuchen enthalten

Für viele Verbraucher sind Kosmetikprodukte tabu, für die Tierversuche durchgeführt wurden. Zum Glück sind solche Produkte in der EU inzwischen verboten? Ganz so einfach ist die Lage leider nicht. Wer sicher gehen will, nutzt am besten eine Positivliste.

Inhaltsstoffe aus Tierversuchen
Für viele Inhaltsstoffe von Kosmetika werden indirekt weiterhin Tierversuche vorgenommen - da diese Stoffe auch in anderen Produkten Verwendung finden, für die Versuche zugelassen sind. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
24.04.2019 16:35 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Zwar sind in der EU neue Tierversuche für fertige kosmetische Produkte und neue kosmetische Inhaltsstoffe nicht mehr erlaubt. Es gibt allerdings Ausnahmen. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin.

Denn in Kosmetika dürfen chemische Substanzen verwendet werden, die auch zum Beispiel in Reinigungsmitteln, Wandfarben oder Medikamenten eingesetzt werden und für die Tierversuche vorgeschrieben sind, erläutert der Tierschutzbund. Außerdem dürfen Inhaltsstoffe genutzt werden, für die in der Vergangenheit Tierversuche vorgenommen wurden.

Der Deutsche Tierschutzbund pflegt eine sogenannte Positivliste mit Herstellern, die eine rechtsverbindliche Erklärung abgegeben haben, dass sie unter anderem keine Tierversuche für die Entwicklung und Herstellung der Endprodukte durchführen und auch keine Rohstoffe nutzen, die seit 1979 im Tierversuch getestet wurden. Bei Falschangaben droht ihnen eine Vertragsstrafe.

Bedingungen der Positivliste des Tierschutzbundes

Positivliste mit Herstellern

Positivliste mit Läden und Vertriebsfirmen



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