Veröffentlicht am 04.08.2022 11:04

DLRG: Deutlich mehr Menschen in Bayern ertrunken

Ein Einsatzfahrzeug der DLRG Wasserrettung fährt über einen Strand. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)
Ein Einsatzfahrzeug der DLRG Wasserrettung fährt über einen Strand. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)
Ein Einsatzfahrzeug der DLRG Wasserrettung fährt über einen Strand. (Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild)

In Bayern sind in diesem Jahr bislang deutlich mehr Menschen ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag berichtete, sind bis Juli 42 Menschen im Freistaat beim Baden ums Leben gekommen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 waren es 29.

Wie die DLRG bei der Vorstellung der Zwischenbilanz 2022 im schleswig-holsteinischen Ostseebad Damp berichtete, liegt Bayern bei der Zahl der Ertrunkenen auch deutlich vor den anderen Bundesländern. Danach folgen Nordrhein-Westfalen mit 30 Opfern bis zum Juli und Niedersachsen mit 23. Bundesweit seien 199 Menschen ertrunken, 15 Personen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die DLRG hat die Zahlen zum Stichtag 20. Juli ermittelt.

Ein Sprecher des bayerischen DLRG-Verbandes sagte, dass Bayern immer mehr Badetote habe als andere Bundesländer. Dies liege daran, dass es in Bayern sehr viele Seen und Teiche gebe. Darunter seien auch große, gefährliche Gewässer. Laut Staatsregierung gibt es im Freistaat alleine 300 Badeseen nach der EU-Badegewässer-Richtlinie.

Die Zunahme in diesem Jahr liegt laut Bayerns DLRG-Sprecher Michael Förster auch daran, dass es 2021 ungewöhnlich wenige Badeopfer gab - damals hatte es einen Rückgang von Badetoten um etwa ein Viertel gegeben. Die Hitze der vergangenen Woche führe nun dazu, dass die Zahlen wieder auf frühere Werte stiegen, erläuterte Förster. „Da gehen die Menschen zum Baden.“

Nach Angaben der Lebensretter sind die meisten Opfer männlich. Nur 8 der 42 in Bayern ertrunkenen Menschen waren weiblich. Fast die Hälfte der Ertrunkenen kam in einem See ums Leben (20 Fälle), in den Flüssen im Freistaat starben 16 Menschen.

Die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt, appellierte wegen dieser Zahlen an die Schwimmer, in keine unbeaufsichtigten Seen und keinesfalls in Flüsse zu gehen. „Wenn dort etwas passiert, ist die Aussicht auf lebensrettende Hilfe oft gleich null“, sagte sie.

© dpa-infocom, dpa:220804-99-270347/3

north