Diese Krokusse muss man schon jetzt setzen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.08.2022 06:31

Diese Krokusse muss man schon jetzt setzen

Der Prachtkrokus (Crocus speciosus 'Aitchinsonii') erblüht erst im Herbst. (Foto: Marion Nickig/dpa-tmn)
Der Prachtkrokus (Crocus speciosus 'Aitchinsonii') erblüht erst im Herbst. (Foto: Marion Nickig/dpa-tmn)
Der Prachtkrokus (Crocus speciosus 'Aitchinsonii') erblüht erst im Herbst. (Foto: Marion Nickig/dpa-tmn)

Hat die Zwiebel sich geirrt? Oder ist das der Klimawandel, der die Krokusse im Herbst noch austreiben lässt? Nein, nichts dergleichen: Es gibt auch im Herbst blühende Zwiebelblumen - und die müssen zum Sommerende noch in die Erde.

„Herbstblühende Krokusse und Herbstzeitlose sind tolle Farbkleckse im herbstlichen Garten, eine Freude“, schwärmt die Gärtnerin Svenja Schwedtke. Außerdem erfüllen die Zwiebelpflanzen eine wichtige Funktion als Nahrungspflanzen für Insekten, die so spät noch unterwegs sind.

Sie bilden zwischen Ende September und Oktober Pflanzenteppiche - ähnlich wie die beliebten Frühblüher. Und das Schöne ist, sie machen dabei nicht einmal viel Arbeit. Ganz im Gegenteil: Einmal gepflanzt, vermehren sich manche von ihnen sogar immer weiter.

„Herbstblühende Krokusse mögen eher normale bis durchlässige Böden“, erklärt Schwedtke. Crocus pulchellus und einige Sorten von Crocus speciosus kann man in den Rasen setzen, wo sie sich verwildern - so lautet der Fachbegriff für das Vermehren ohne Zutun des Gärtners.

Auch die Herbstzeitlosen, botanisch Colchicum autumnale, wirken auf den ersten Blick wie Krokusse. Doch Herbstzeitlose gehören zu den Liliengewächsen. Sie haben größere Blüten als die Krokusse.

Zudem bleiben sie während und direkt nach der Blüte blattlos, das Laub bildet sich erst im Frühjahr. Daher haben Sie auch ihren landläufigen Namen: Nackte Jungfer.

„Herbstzeitlose können meist etwas frischere Böden vertragen“, empfiehlt Schwedtke, die eine Staudengärtnerei führt. Und sie lassen sich ebenfalls im Rasen verwildern, wo sie „wirklich sehr zuverlässig immer wieder“ erscheinen, so die Expertin.

© dpa-infocom, dpa:220815-99-396198/2

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