Conchita-Choreograph: ESC „Riesenschritt“ für Malik Harris

Der Choreograph für Deutschlands Vertreter Malik Harris beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) rechnet mit einem großen Einfluss auf die Karriere des jungen Bayern. „Das, was wesentlich ist, ist dass dieser Teil seiner Karriere ein Riesenschritt ist und der bleibt auf Youtube und im World Wide Web einfach erhalten“, sagte Marvin Dietmann der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Turin. Diese große Perspektive sei fast viel wichtiger als jetzt der Moment beim ESC in Turin. „Was wir machen, hat einen immensen Einfluss auf ihn und auf seine Karriere“, erklärte der 35 Jahre alte Österreicher.

Harris tritt am Samstag mit dem Song „Rockstars“ für Deutschland im ESC-Finale in der norditalienischen Stadt Turin an. Die Buchmacher rechnen dem Lied derzeit kaum Siegchancen zu. Dietmann inszeniert bei dieser 66. Ausgabe des ESC die Auftritte von sechs Ländern, unter anderem auch die von Israel, Zypern und Großbritannien. Bekanntheit erlangte der ausgebildete Balletttänzer im Jahr 2014, als Österreich den ESC mit Conchita Wurst und „Rise Like A Phoenix“ gewann. Dietmann inszenierte damals den Auftritt.

Beim Grand-Prix kommt es Dietmann zufolge auf Authentizität an. „Wenn das stimmt und die Zuschauer zu Hause das Gefühl haben, das passt, das ist stimmig, dann hab' ich meinen Job gut getan“, sagte der in Wien ausgebildete Tänzer. Für den deutschen Auftritt ließ Dietmann nach eigener Aussage das Studio von Harris etwas nachbauen und die Instrumente zu 90 Prozent so anordnen, wie sie dort stehen. „Das, was man bei diesem Song sofort spürt, ist dieses authentische Songwriter-Feeling“, erklärte er. Der Grundgedanke sei gewesen, es intim zu halten. „Der ganze Song lebt mit ihm und durch ihn, und ich finde, das macht er ausgezeichnet“, befand Dietmann.

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