Veröffentlicht am 13.07.2022 06:12

BRK fordert zielgerichtetere Ausrüstung für Katastrophen

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) fordert eine regional besser angepasste Ausrüstung für Katastrophenfälle im Freistaat. Bisher werde Geld zum Beispiel für neue Fahrzeuge auf Ebene des Bundes oder Landes investiert und möglichst gleichmäßig und gerecht verteilt, sagte BRK-Präsidentin Angelika Schorer der Deutschen Presse-Agentur in München. „Das hat dann beispielsweise zur Folge, dass in nicht-alpinen Bereichen Allradfahrzeuge vorgehalten werden, aber im alpinen Bereich diese dann wiederum fehlen.“

Bei der Ausrüstung für Katastrophenfälle müssten regionale Faktoren deshalb eine größere Rolle spielen, sagte Schorer. Wichtig sei zum Beispiel auch, ob es in der Region Chemie-Betriebe, Flughäfen oder besonders großen Andrang durch Touristen gebe. Entsprechend müssten die Schutzziele und die jeweiligen Ausrüstungen angepasst werden.

Auch auf Ebene des Freistaats sieht BRK-Präsidentin Schorer Verbesserungsbedarf: Es müsse dringend wieder mehr in zentrale Lager investiert werden. Diese seien nach dem Ende des Kalten Krieges immer weiter reduziert worden. Das Bayerische Rote Kreuz habe daher während der Corona-Pandemie nach anfänglichen Engpässen bei Masken und Handschuhen ein Zentrallager für seine Kreisverbände aufgebaut.

© dpa-infocom, dpa:220713-99-02157/2

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