Veröffentlicht am 19.07.2022 09:22

Börseneuphorie nach Bericht über Gaslieferung

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Berichte über eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen haben am Dienstag auf dem deutschen Aktienmarkt eine Rally ausgelöst. Der Dax ging mit einem Plus von 2,69 Prozent auf 13.308,41 Zähler aus dem Handel.

In Berichten der Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg hieß es, dass die russischen Gaslieferungen nach Abschluss der Wartungsarbeiten voraussichtlich wieder aufgenommen werden. Dann soll - mit allerdings reduzierter Kapazität - wieder Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 fließen.

Der MDax schloss 2,29 Prozent höher bei 26.515,53 Punkten. Auch europaweit sorgte die Meldung für Börseneuphorie. Der EuroStoxx 50 gewann 2,15 Prozent auf 3587,44 Zähler.

Unter den Einzelwerten sprangen Uniper mit plus 10,1 Prozent an die Spitze im MDax. Der Energieversorger war wegen der Drosselung russischer Gaslieferungen durch die Pipeline unter Druck geraten und hatte eine milliardenschwere Kreditlinie der staatlichen Förderbank KfW ganz ausgeschöpft. Zudem wurden weitere Mittel beantragt. Verhandlungen mit der Bundesregierung über ein Rettungspaket laufen.

Im Dax waren zudem RWE und Eon gefragt, die jeweils um etwa 4 Prozent zulegten. Sie profitierten außerdem davon, dass Versorgerwerte in turbulenten Zeiten als vergleichsweise „sichere Häfen“ gelten.

Der Euro legte angesichts der Aussicht auf einen deutlichen EZB-Zinsschritt am Donnerstag spürbar zu und kostete am frühen Abend 1,0232 Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs zuvor auf 1,0245 Dollar fest.

Auf dem Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen von 1,04 Prozent am Vortag auf 1,09 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 134,86 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,75 Prozent auf 151,07 Zähler.

© dpa-infocom, dpa:220719-99-74197/7

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