Veröffentlicht am 01.08.2022 09:54, aktualisiert am 02.08.2022 09:23

Bahnstrecke nach Nürnberg vier Stunden unterbrochen

Züge in Richtung Nürnberg enden vorzeitig in Ansbach. Unter den Reisenden, die dadurch unerwartet umsteigen müssen, sind viele Baden-Württemberger. (Foto: Gudrun Bayer)
Züge in Richtung Nürnberg enden vorzeitig in Ansbach. Unter den Reisenden, die dadurch unerwartet umsteigen müssen, sind viele Baden-Württemberger. (Foto: Gudrun Bayer)
Züge in Richtung Nürnberg enden vorzeitig in Ansbach. Unter den Reisenden, die dadurch unerwartet umsteigen müssen, sind viele Baden-Württemberger. (Foto: Gudrun Bayer)

Überfüllte Bahnsteige, ratlose Reisende und knallvolle S-Bahnen: Ein technischer Schaden führte vier Stunden lang zu heftigen Behinderungen auf dem Ansbacher Bahnhof.

Eine Reparatur an einer Oberleitung im Bereich des Nürnberger Hauptbahnhofs hatte am Montag gegen 7.50 Uhr die Verbindung nach Ansbach unterbrochen. Die Züge konnten bis 12 Uhr nicht zwischen dem Hauptbahnhof und Nürnberg-Schweinau fahren. Das ist der erste Halt auf der Strecke nach Ansbach. Reisende wurden gebeten, für diesen Abschnitt die U-Bahn zu benutzen.

Die Haltestelle der U-Bahn in Schweinau liegt nur wenige hundert Meter von der Zughaltestelle entfernt. Die S-Bahnen aus Ansbach, die in beide Richtungen gefahren werden können, endeten während der Störung in Schweinau und fuhren von dort zurück in Richtung Ansbach und Dombühl.

Züge der Bahn aus Richtung Crailsheim/Stuttgart wurden umgeleitet oder bereits in Ansbach für Zwangsaufenthalte gestoppt. Am ersten Ferientag machten sich nicht nur aus Westmittelfranken, sondern auch aus Baden-Württemberg zahlreiche Menschen auf den Weg nach Nürnberg. Darunter waren etliche Familien mit Kindern. Die Reisenden wurden über Durchsagen in den Zügen aus Crailsheim informiert, dass der Zug in Ansbach stehen bleibt und sie in die S-Bahn nach Nürnberg-Schweinau umsteigen sollen.

Der Wechsel zwischen den Bahnsteigen wurde zum Abenteuer mit einer gefährlicher Enge. Weil der Ansbacher Bahnhof umgebaut wird, sind die Treppen und der Tunnel unter den Gleisen teilweise gesperrt. Oft steht nur die halbe Breite der Wege zur Verfügung. Reisende mit Fahrrädern sorgen für zusätzliche Platzprobleme.

Durch die Störung waren die S-Bahn noch voller als in den vergangenen Wochen. Für den Ferienmonat August gibt es einen großen Ansturm auf die 9-Euro-Tickets.

Manfred Blendinger/Gudrun Bayer

north