Veröffentlicht am 20.06.2022 13:12

Autofahrer im Verdacht:
Flucht auf der A7

Nach einem ungeklärten Unfall auf der A7 hat sich ein Autofahrer bei der Polizei selbst in Verdacht gebracht.

Der 58-Jährige erschien auf der Rothenburger Inspektion und behauptete, er sei auf der Autobahn aus Versehen gegen die Leitplanke gefahren. Die Spuren an seinem Wagen passten allerdings nicht zu einem Kontakt mit einer Leitplanke. Dafür umso besser zu einer Unfall an der Anschlussstelle Rothenburg.

Dort war am Freitagvormittag ein Sattelzug von einem weißen SUV beschädigt worden. Dessen Fahrer hatte offenbar das Tempo eines Sattelzugs unterschätzt. Er wollte vor diesem einfädeln, fuhr aber seitlich gegen den Lkw, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Der Lkw-Fahrer war in einem wegen einer Baustelle einspurigen Abschnitt und konnte nicht ausweichen. Er verständigte die Polizei, die den Unfall an der nächsten Ausfahrt in Wörnitz aufnahm.

Wenig später kam der 58-jährige Rothenburger selbst zur Polizei und erzählte die Geschichte von seinem angeblichen Aufprall auf die Leitplanke. Nun laufen gegen ihn Ermittlungen, ob er der gesuchte Autofahrer von dem Lkw-Unfall ist. Die Spuren deuten daraufhin, erklärte ein Sprecher der Inspektion. Der Sachschaden liegt bei rund 10.000 Euro.

north