Veröffentlicht am 02.02.2023 13:31

Augsburg nach Transfer-Offensive: „Richtig Feuer und Hunger“

Augsburgs Trainer Enrico Maaßen steht im Stadion. (Foto: Tom Weller/dpa)
Augsburgs Trainer Enrico Maaßen steht im Stadion. (Foto: Tom Weller/dpa)
Augsburgs Trainer Enrico Maaßen steht im Stadion. (Foto: Tom Weller/dpa)
Augsburgs Trainer Enrico Maaßen steht im Stadion. (Foto: Tom Weller/dpa)

Als neuen Felix Magath sieht sich Trainer Enrico Maaßen nach dem Großeinkauf des FC Augsburg in diesem Winter keineswegs. „Der bin ich nicht, nein“, sagte der 38-Jährige und lächelte, als es um die imposante Marke des früheren Winterpausen-Topeinkäufers ging. Sieben neue Profis verkündete Manager Stefan Reuter in den vergangenen Wochen als Augsburger Zugänge. Die Top-Marke von Magath, der im Winter 2009/2010 acht neue Akteure zum FC Schalke holte, knackte der FCA damit aber nicht.

„Dass es am Ende sieben Spieler geworden sind, ist ein Stück weit nicht so hundertprozentig geplant gewesen, das hat sich dann auch ergeben“, sagte Maaßen am Tag vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen an diesem Freitag (20.30 Uhr/Dazn). So brachte etwa der vorzeitige Wechsel von Stürmer Florian Niederlechner zu Hertha BSC auch Bewegung in die schwäbischen Personalfragen.

Interessante und zum Teil sehr junge Spieler lockten Reuter & Co. nach Augsburg und ließen sich die sieben neuen Profis rund vier Millionen Euro an Ablösen kosten. Neu im Team sind Renato Veiga (19), Nathanael Mbuku (20), Arne Engels (19), Dion Beljo (20), David Colina (22), Irvin Cardona (25) und Kelvin Yeboah (22). Die größte Einnahme war der Verkauf von Ecuadors WM-Teilnehmer Carlos Gruezo für mehr als 2,5 Millionen Euro in die USA. Dazu kam für Niederlechner eine geschätzte halbe Million in die Kasse. Drei weitere Spieler wurden verliehen.

„Man hebt den Konkurrenzkampf untereinander. Jeder sieht, es ist richtig Feuer, richtig Hunger im Team. Das freut natürlich jeden“, sagte Maaßen. „Wenn man sieht, wie die neuen Jungs uns sofort helfen, dann haben wir viel richtig gemacht.“ Das Durchschnittsalter von 21,5 Jahren macht Lust auf die Zukunft. Reuter betonte aber auch wiederholt, dass man Zeit für die Eingewöhnung geben müsse.

Reicht das für den Abstiegskampf, in dem doch Erfahrung besonders wertvoll ist? „Wir haben eine sehr gute Mischung“, sagte Maaßen und verwies auf sechs Spieler jenseits der 30 im Kader. Dazu haben die Augsburger eine Reihe von Mittzwanziger-Profis und nun weitere junge Spieler. „Ich glaube, dass wir sehr genau hingeschaut haben, wen wir verpflichten, Elemente und Spielerqualitäten dazuzuholen, die wir nicht hatten“, sagte der 38-jährige Maaßen. „Alle sind sehr entwicklungsfähig und haben ein großes Potenzial.“

Nach den drei harten Prüfungen gegen Dortmund (3:4), Gladbach (1:0) und Freiburg (1:3) steht ein Duell mit dem nächsten qualitativ hochwertigen Gegner an. Leverkusen kassierte am letzten Spieltag beim 0:2 gegen den BVB zwar die erste Bundesliga-Heimniederlage unter Trainer Xabi Alonso, zuvor gab es aber fünf Bundesligasiege am Stück. „Leverkusen ist eine Mannschaft, die über sehr viel Tempo und über sehr viel individuelle Klasse verfügt“, sagte Maaßen, der den zweiten Heimsieg in diesem Jahr anstrebt. „Wir wollen in diesem Jahr unser Heimstadion wirklich zu einer Festung machen.“

Verzichten muss der Tabellen-14. gegen den Tabellen-9. aus dem Rheinland auf die verletzten Cardona und Ruben Vargas. Ermedin Demirovic fehlt gelb-gesperrt. „Das sind drei hochkarätige Offensivspieler, die uns fehlen“, sagte Maaßen. Die bereits länger verletzten Iago und Reece Oxford erwartet er bald wieder zurück. Auch der bereits zweimal wieder eingewechselte Niklas Dorsch macht nach seinem Mittelfußbruch weiter Fortschritte.

© dpa-infocom, dpa:230202-99-450611/4


Von dpa
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