Veröffentlicht am 11.08.2022 14:39

Staatsregierung will Kiebitz helfen: Noch 3000 Brutpaare

Ein Kiebitz (Vanellus vanellus) steht auf einem Feld. (Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild)
Ein Kiebitz (Vanellus vanellus) steht auf einem Feld. (Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild)
Ein Kiebitz (Vanellus vanellus) steht auf einem Feld. (Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild)

Der Kiebitz und andere Feldvogelarten sollen in Bayern besser geschützt werden. „Der Kiebitz ist nicht nur ein charakteristischer, sondern auch ein charismatischer Vogel in unserer Agrarlandschaft“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Donnerstag in München. Konkret fördert die Staatsregierung ein überregionales Projekt des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 450 000 Euro. Damit sollen Kiebitz-Schutzmaßnahmen einerseits bekannter und gleichzeitig Beteiligte wie Landwirte, Behörden und Jäger motiviert werden.

Zudem werden im neuen Kulturlandschaftsprogramm ab 2023 zwei Fördermaßnahmen zum Schutz des etwa taubengroßen Vogels angeboten: einmal für sogenannte Feldvogelinseln auf bestellten Äckern und eine Förderung für eine verspätete Aussaat. „Auf beiden Flächen können dann nicht nur der Kiebitz, sondern auch das Rebhuhn und die Feldlerche ungestört brüten und ihren Nachwuchs aufziehen“, heißt es vom Ministerium.

Der Kiebitz war früher häufig auf Wiesen, Weiden und im offenen, flachen und feuchten Dauergrünland zu finden. Dieser Lebensraum ist selten geworden, der Vogel lebt deshalb heute auch auf Ackerflächen. „Meist brütet er dort aber ohne oder nur mit geringerem Erfolg, so dass auch solche Brutplätze nach einigen Jahren verwaisen“, schreibt der Naturschutzbund (Nabu) auf seiner Internetseite. Der Bestand in Bayern wird laut Ministerium aktuell auf weniger als 3000 Brutpaare geschätzt.

© dpa-infocom, dpa:220811-99-352629/2

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