GEW Bayern: Psychisch-soziale Unterstützung für Gymnasiasten

Die Erziehungsgewerkschaft GEW Bayern fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Behebung pandemiebedingter Defizite der Gymnasiasten im Freistaat - weit über den verpassten Unterrichtsstoff hinaus. So sollen alle Schülerinnen und Schüler noch mehr persönliche Beratung und Unterstützung erhalten, „vor allem in psychischer, physischer und sozialer Hinsicht“, teilte die GEW am Dienstag in München mit. Dazu würden mehr Psychologen und Sozialarbeiter an den Schulen benötigt, aber auch mehr Angebote zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung.

Auch die Schullaufbahnberatung solle intensiviert werden. „All dies ist die notwendige Grundlage für erfolgreiches Lernen und eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit“, hieß es zur Begründung. Großen Bedarf sieht die Landesfachgruppe Gymnasien im Bereich Sozialverhalten sowie Gemeinschaftsbildung. „Hier sind nach wie vor sehr große Defizite auch an den Gymnasien zu sehen“, betonte GEW-Expertin Angelika Altenthan. Ebenso werde mehr Zeit für das Schließen von Lücken im Grundwissen benötigt.

„Viele dieser Maßnahmen sind längst überfällig“, ergänzte Altenthan. „Mit den gravierenden Folgen der Pandemie auch für die Gymnasien erscheinen sie umso dringlicher.“ Der Vorschlag umfasse viele Einzelmaßnahmen, von der individuellen Hilfe bis zu strukturellen Veränderungen bei der Schul- und Unterrichtsorganisation.

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