Veröffentlicht am 02.05.2022 17:22

Fahnder erkennt Dieseldieb nach zwei Jahren wieder

Vor zwei Jahren hat ein Polizist einen Dieseldieb geschnappt. Jetzt sah er den Lkw auf der A6 wieder. Der Fahrer wollte erneut abzapfen.

Der Beamte sah in der Nacht zum Samstag gegen 1 Uhr auf dem Parkplatz Geisberg-Nord bei Lichtenau einen Sattelzug mit rumänischer Zulassung. Der Beamte erinnerte sich, dass er den Lkw Anfang Mai des Jahres 2020 schon einmal gesehen hatte. Damals war damit ein Dieseldieb unterwegs.

Die Streife fuhr dem Lkw rund 20 Kilometer in Richtung Westen nach. Am Parkplatz Bürgerwald bei Herrieden steuerte der Fahrer den einzigen auf dem Parkplatz abgestellten Sattelzug an und parkte mit einem Abstand von einem halben Meter direkt daneben.

Mit dem Fernglas beobachteten die Fahnder, dass die am Sattelzug und dem Auflieger angebrachten Kennzeichen mit Klebeband manipuliert worden waren. Es waren einzelne Buchstaben und Ziffern unkenntlich gemacht oder verändert worden. So wurde beispielsweise aus einem „U“ ein „O“.

Der Fahrer roch dann aber offenbar Lunte und wollte weiterfahren, weshalb sich die Beamten zur Kontrolle entschlossen. Dabei stießen sie in einem der Staufächer der Zugmaschine auf eine angeschlossene, mit der Stromversorgung verbundene betriebsbereite Dieselpumpe. In zwei weiteren Staufächern fanden sie diverses Aufbruchwerkzeug und Schläuche, die nach Diesel rochen.

Gegen den Fahrer, einen 43-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, wurden strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauch sowie des versuchtem besonders schweren Fall des Diebstahls eingeleitet. Die Tatmittel wurden sichergestellt. Nun ist die Justiz am Zug.

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